Lebensart:
Sebastian Amiez hat von Kindesbeinen an schon auf Skiern gestanden. Sein Vater war ein Skiausbilder im französischen Skigebiet 'Savoie'. Seine Grundlegende Einstellung besagt: "Das Leben ist zu kurz! Man muss sich einen großen Bissen nehmen und das Beste daraus machen." Außer steile Hänge, liebt er Schießen, Golfen und genießt die französische Küche. Die ehemalige Slalom-Rennfahrerin Beatrice Filliol hat mit ihm zusammen zwei Kinder.

Slalom-Spezialist:
Man sollte ihn nicht unterschätzen. Seinen Einstieg in den Weltcup machte er in der Saison 93/94 als Nr.70 der Gesamtwertung, aber er verbesserte sich schnell, stieg auf zum 29ten in der Weltrankliste und wurde 8ter in der Slalom-Gesamtwertung 94/95.
Seinen erster Weltcup-Gewinn feierte er in Veysonnaz (Schweiz), worauf bislang weitere zehn Top-10 Rennen folgten.

Kein Zuckerschlecken:
In der Saison 96/97 belegte er den 18ten Platz in der Gesamtwertung und den vierten in der Slalomwertung. Danach machte er lange Zeit eine Talfahrt mit - auf der Weltrangliste wandelte er zwischen 24tem und 59tem Platz und im Slalom zwischen dem 6ten und 19ten Platz. In Åre (Schweden) holte er immerhin einen dritten Platz, wurde Achter in Park City (USA).

Olympia:
Bei den olympischen Winterspielen 1998 in Nagano (Japan) wurde er 14ter im Slalom, Elfter beim Slalom 1999 in Vail (USA) und bei der Weltmeisterschaft 2001 in St. Anton (Österreich) Zwölfter im Slalom.

Olympia 2002
In Salt Lake City ging für ihn in seiner Spezialdisziplin der Wunsch nach einer Medaille in Erfüllung. Bei den Olympische Spielen in Salt Lake City 2002 stand er beim Slalom mit Bronze in der Hand auf dem Podium.