Kjetil Andre Aamodt hat den olympischen Super G der Herren auf der anspruchsvollen Grizzly-Piste in Snowbasin gewonnen. Der 30-jährige Norweger behielt vor über 20.000 Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein die Nerven und siegte in der Zeit von 1:21,58 Min. vor den beiden Österreichern Stephan Eberharter (1:21,68 Min.) und Andreas Schifferer (1:21,83 Min.). Auf Platz vier fuhr der Abfahrts-Olympiasieger Fritz Strobl (ebenfalls Österreich) vor.

Aamodt schon 1992 Olympiasieger:
Drei Goldmedaillen hat der Elch aus dem Norden nun bei Olympischen Spielen bereits errungen. Bereits 1992 gelang dem Ausnahmesportler im französischen Albertville im Super G schon einmal der Sprung auf das oberste Siegerpodest. Insgesamt 17 Medaillen hat Aamodt bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen nunmehr errungen, absoluter Weltrekord im skialpinen Bereich. Auch in Salt Lake City wird er jetzt als Doppel-Olympiasieger geführt, da er bereits die Kombination gewinnen konnte.

Österreicher trotz Edelmetall geschlagen:
Zweifaches Edelmetall gewonnen und doch keine Jubelstimmung im österreichischen Lager. Allenfalls Andreas Schifferer konnte sich über Bronze richtig freuen. Zu klar hatten die Männer aus Austria in der bisherigen Weltcup-Saison diese Disziplin dominiert. Alle vier Weltcup-Super-G wurden von Österreichern gewonnen. Der große Verlierer von Snowbasin war trotz Silber der Zillertaler Stephan Eberharter. Der Weltcup-Führende hatte Gold fest auf seiner Rechnung gehabt. Nach dem Rennen zeigte er sich sichtlich enttäuscht.

Rauffer erneut schwach - viele Ausfälle:
Max Rauffer, einziger DSV-Teilnehmer beim Super G, konnte sich nach der schwachen Vorstellung im Abfahrtsrennen auch im Super G nicht rehabilitieren. Drei Sekunden lag der Mann aus dem Leitzachtal im Ziel hinter dem Olympiasieger Aamodt und belegte damit Platz 22. Für Rauffer waren die Olympischen Spiele eine einzige Enttäuschung.

Kjetil Andre Aamodt: "Es ist unglaublich. Seit sechs Jahren hatte ich keinen Super G mehr gewonnen. Dann hier Gold bei Olympia. Da gehört auch Glück dazu. Wenn man zwei Goldmedaillen in der Tasche hat, dann kann man auch im Riesenslalom angreifen. Ich hatte eigentlich mit Kombi-Gold mein Soll erfüllt. Nervös war ich im Rennen nicht, nur nachher unten im Ziel.

Stephan Eberharter: "Ich hab nicht gewusst, dass es an dieser Stelle, an der ich den Fehler gemacht habe, so problematisch wird. Doch ich will jetzt keine vorschnellen Anschuldigungen machen. Jedoch fehlte mir dort die genaue Information. Ich musste das im Rennen selber abschätzen, da ich mit sehr viel Speed an diese Stelle herangefahren kam."