Der Norweger Kjetil-Andre Aamodt hat die Goldmedaille bei der olympischen Kombination der Herren errungen. Nach der Abfahrt und den beiden Slalom-Durchgängen siegte der 30-jährige 'Wikinger' in der Gesamtzeit von 3:17,56 Min. vor dem US-Amerikaner Bode Miller (3:17,84 Min.) und dem Österreicher Benjamin Raich, der für die drei Einzelstrecken 3:18,26 Min. benötigte. Auf Rang vier landete Rainer Schönfelder (Österreich) vor dem Norweger Lasse Kjus, der bis zum letzten Durchgang noch auf Platz zwei gelegen hatte, dann aber nach Fehlern alle Medaillenchancen verspielte.

Medaillenjäger Aamodt:
Kjetil Andre Aamodt fühlt sich in der Kombination sichtlich wohl. Die beiden diesjährigen Weltcup-Kombinationen hatte er für sich entscheiden können, drei Weltmeistertitel sprechen in dieser Disziplin zudem eine deutliche Sprache, sind Ausweis für seine Allrounder-Fähigkeiten. Insgesamt 15 Medaillen bei Olypischen Spielen und Weltmeisterschaften hat der ruhige Mann aus dem Norden in seiner Karriere nunmehr gewonnen. Mit diesem Sieg holte er sich die zweite Goldmedaille nach dem Super-G-Erfolg von 1992 und das sechste Edelmetall bei Olympia insgesamt.

Die wilde Kombination des Bode Miller:
Wenn das Wörtchen 'wenn' nicht wär ... Bode Miller erlebte vor 20.000 ausgelassenen Skifans ein Wechselbad der Gefühle. In der Abfahrt war er nach einem Fahrfehler quasi schon ausgeschieden, rettete sich aber akrobatisch ins Rennen zurück. Auch im Slalom unterlief ihm im ersten Durchgang ein dicker Schnitzer. Mit einer Weltklasssefahrt machte er dann doch noch sein 'Silberstück'. Eine außergewöhnliche Leistung, die alle amerikanischen Fans begeisterte.

Kein DSV-Athlet am Start:
Die deutschen Farben wurden in diesem Wettbewerb nicht vertreten. Kein DSV-Athlet konnte sich für eine Nominierung empfehlen. Der alpine Herrenbereich weist eine schmerzliche Lücke in den Reihen der deutschen Olympiamanschaft auf. Bitter, wenn gleichzeitig die Österreicher Ausscheidungsrennen fahren müssen. Zum 'Neidischwerden'.

Stimmen:
Aamodt: "Ich bin im letzten Durchgang unten etwas auf Sicherheit gefahren, wusste aber, dass Bode sehr stark war. Denn er war im ersten Slalom-Duchgang gleichschnell wie ich, und dass mit diesen Fehlern. Ich bin jetzt aber sehr glücklich."