Wenn es um 18.00 Uhr MEZ auf die Kombinationsabfahrt geht (Slalom 21.00/23.00 MEZ), dann stehen die norwegischen Skihelden Kjetil Andre Aamodt und Lasse Kjus ganz oben auf der Favoritenliste. Auch Bode Miller (USA) könnte ein Wort bei der Medaillenvergabe mitreden. Allerdings hat sich Kjetil Andre Aamodt, der bei Großereignissen schon 16 Medaillen gewonnen hat, im bisherigen Weltcup-Winter in den zwei Kombinationswettbewerben schadlos gehalten.

Miller will die 'Elche' ärgern:
Bei der WM-Kombi-Abfahrt in St. Anton 2001 hatte sich Bode Miller noch böse verletzt gehabt (Kreuzbandriss), doch der mittlerweile 24-jährige US-Boy hat aus seinen Fehlern gelernt. Hier in Snowbasin machte er im Training einen sehr guten Eindruck, kommt mit der Downhillstrecke klar.

Miller über Miller:
"Im Training fühlt es sich sogar noch an, als ob ich Reserven habe. Aber oft ist es so, dass man nicht schneller wird, wenn man mehr riskiert. Und ich muss nicht nach der Abfahrt Erster sein, sondern am Ende! Risiko hat eine feine Linie - bei mir kann das die Linie zwischen Leben und Tod sein. Es geht also sozusagen um risk-management. Denn verlieren will ich auch nicht.\"

Kombi wird im Slalom entschieden:
Die Entscheidung über Gold, Silber und Bronze fällt dann aber im Stangenwald. Dort müssen sich die Wikinger dann aber warm anziehen. Miller ist wegen seines gnadenlosen Angriffsstils im Weltcup berüchtigt. Dort will der Ami die Nordmänner jagen. "Da gibt es kein Taktieren mehr. Ich weiß, dass ich in der Abfahrt auf Kjus und Aamodt nicht zu viel verlieren darf. Und sogar dann wird es schwer genug, alles aufzuholen.\"

Austria-Boys nicht unterschätzen:
Dabei sollte man die vier Jungs aus der Alpenrepublik nicht vergessen. Michael Walchhofer, Benjamin Raich, Rainer Schönfelder und Kilian Albrecht werden ihre Haut für Österreich teuer zu Markte tragen. Die Österreicher setzen dabei auf Männer, die ihre Stärken eindeutig im Slalom haben. Ist der Rückstand nach der Abfahrt nicht zu gewaltig, dann geht auch etwas für die rot-weiß-roten Fahrer.