Stephan Eberharter (Österreich) hat sich mit seinem Sieg im Riesenslalom die Krone von St. Moritz aufgesetzt. Einen Tag nach seinem Abfahrtserfolg war der Zillertaler auch im Riesenslalom nicht zu schlagen. Eberharter gewann auf der Corviglia-Suvretta-Piste bei strahlendem Sonnenschein in der Gesamtzeit von 2:32,66 Min. mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Schweizer Didier Cuche (2:32,68 Min.) und dem Österreicher Hans Knauss (2:33,04 Min.). Der vierte Platz ging an den US-Boy Bode Miller.

König von St. Moritz:
Der 32-jährige Eberharter eilt derzeit von Sieg zu Sieg. Nun hat er auch erstmals in dieser Saison im Riesenslalom zugeschlagen. Mit Hirn und Geduld findet er immer wieder die beste Linie und düpiert in seiner ruhigen Art die gesamte Konkurrenz. Einsam führt Eberharter in der Weltcup-Gesamtwertung mit nunmehr 1392 Punkten vor dem Norweger Kjetil Andre Aamodt (936 Punkte), der das Rennwochendne in St. Moritz zu gunsten der Olympia-Vorbereitung ausgelassen hatte. Auch in der Riesenslalom-Wertung macht Eberharter einen Sprung nach vorne. Er liegt dort hinter Frederic Covili (FRA) und Didier Cuche (SUI) auf Platz drei.

Riesenslalom-Diaspora DSV:
Aus deutscher Sicht kann man derzeit nur die Künste der Fahrer anderer Nationen bewundern. In seiner Personalnot hat der DSV dem erst 20-jährigen Christian Wanninger die Starterlaubnis für den schweren Riesenslalomhang von St. Moritz zugesprochen. Wanninger hatte in der Woche zuvor ein FIS-Rennen gewonnen. In der 'ersten Liga' hatte der Nachwuchsmann jedoch noch keine Chance. Er belegte im ersten Durchgang Rang 50 und konnte sich nicht für das Finale qualifizieren.

Stimmen:
Christian Wanninger: "Der Parcours war schwierig. Es war ziemlich unruhig, ein sehr langer Lauf mit anspruchsvollen Gelände-Übergängen. Das ist schon etwas anderes als das, was ich bislang so gefahren bin."