Stephan Eberharter hat beim zweiten Super G in Garmisch-Partenkirchen die Antwort auf seine Niederlage vom Vortag gegeben. Der Österreicher aus dem Zillertal fuhr mit einer absolut frechen Linienwahl zu seinem dritten Super-G-Sieg in der laufenden Weltcupsaison. In der Zeit von 1:22,11 Min. verwies er seinen Dauerrivalen Didier Cuche aus der Schweiz auf den zweiten Platz.

Knappe Niederlage:
Der Eidgenosse musste sich allerdings nur denkbar knapp geschlagen geben. Er wurde im Ziel mit 1:22,13 Min. gestoppt. Platz drei ging im Regen von Garmisch an den Österreicher Andreas Schifferer (1:22,30 Min.), der damit wohl die harte ÖSV-Qualifikation für die Olympischen Spiele in Salt Lake City geschafft haben dürfte. Vortages-Sieger Fritz Strobl (ebenfalls Österreich) landete auf dem vierten Platz. Die Österreicher haben die Super-G-Disziplin sicher im Griff.

Wetterchaos an der Kandahar - Wertung zunächst gefährdet:
Das schlechte Wetter war angekündigt gewesen. Etwas zu früh hielt es dann am späten Vormittag Einzug in Garmisch-Partenkirchen. Regen und Wind setzten die Verantwortlichen unter Zugzwang. Man entschloss sich zunächst zum einminütigen Startintervall. Doch auch das reichte nicht aus. Der Regen nahm stetig zu und nach dem Starter Nummer 37 (Christoph Alster) kam dann das unumgängliche Aus. Um 12.15 Uhr brach die Renn-Jury das Rennen ab. Der Super G kommt allerdings dennoch voll in die Weltcup-Wertung.

Eindrucksvoller Eberharter:
Stephan Eberharter beherrscht die Konkurrenz in diesem Ski-Winter beinahe nach Belieben. Der 32-Jährige fuhr seinen siebten Weltcupsieg in dieser Saison ein. Seinen vier Abfahrtserfolgen fügte er nun den dritten Super-G-Triumph hinzu. In der Weltcupwertung führt er unangefochten mit 1192 Punkten vor dem Norweger Kjetil Andre Aamodt (936 Punkte). In Salt Lake City könnte Eberharter seine Topform nun reichlich vergolden.

Rauffer zeigte Kampfgeist:
Max Rauffer aus dem Leitzachtal zeigte einen Tag nach seinem Skistockbruch erneut eine annehmbare Leistung. Der 29-Jährige erwischte zwar keinen fehlerfreien Lauf, aber mit seinem 15. Platz sicherte er sich nun endgültig das Olympia-Ticket nach Salt Lake City. Allerdings profitierte er hierbei von der Sonderklausel, wonach jede Nation nur vier Fahrer je Disziplin bei Olympia an den Start bringen darf. Alle Österreicher, die bei den Rennen von Garmisch vor Rauffer plaziert waren, aber ÖSV-intern keine Olympia-Quali schaffen konnten, fallen aus den Nominierungskriterien für den DSV heraus. Daher hat der Deutsche seine zwei Top-15 Resultate nun beisammen.

Stimmen:
Max Rauffer: "In der Hölle habe ich einen dicken Fehler gemacht. Die Linie stimmte nicht mehr. Jetzt freue ich mich aber, dass es zur Nominierung reicht."