Ski2b: Herr Fischer, wie sieht ihr Zwischenfazit nach dem ersten Weltcup-Tag in Garmisch aus?
Peter Fischer: 50 Prozent sind geschafft. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden. Nach polizeiamtlichen Meldungen waren ca. 5.000 Zuschauer an der Strecke, also deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Die Jungs haben guten Sport geboten, die Piste hat gehalten. Wir haben auch für die jungen Leute ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt. So sind zur großen Party am Samstag z.B. die neuen Popstars der Gruppe Brosis verpflichtet worden.

Ski2b: Wie sehr zittert man an solchen Tagen eigentlich um die Piste?
Fischer: Da war ich eigentlich nicht sehr nervös. Ich weiß, dass wir ein absolutes Profiteam am Berg haben. Die machen dort einen verdammt guten Job.

Ski2b: Wie sieht es um den DSV-Nachwuchs aus? Sie sind ja immerhin der Vorsitzende eines großen deutschen Skiclubs.
Fischer: Nun, mit Max Rieder haben wir in unserem Verein schon einen weiteren Schritt zur professionellen Ausgestaltung unserer Jugendarbeit gemacht. Der Max ist schließlich am OSP Garmisch Trainer für unsere Spitzenfahrer. Davon profitieren unsere 200 Jugendlichen im Verein ungemein. Der Skiclub hat bereits Auszeichnungen für die erfolgreichste Jugendarbeit innerhalb Deutschlands erhalten.

Ski2b: Wie stressig ist eigentlich ihr Job?
Fischer: Das ist ein Fulltime-Job. Ich bin hier eine Art Dinosaurier, der einzige Organisator von Weltcuprennen weltweit, der nicht hauptamtlich tätig ist. Das muss allerdings in den nächsten Jahren geändert werden, denn es entstehen der gesamten Veranstaltung dadurch gewisse Nachteile. Wenn alle anderen Rennorganisatoren in Salt Lake City ihre Kontakte pflegen und ausbauen, muss ich aus beruflichen Gründen passen. Wir wollen hier die Dinge bewegen, dann müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen.

Ski2b: Wie lange wird es Peter Fischer in diesem Job noch geben?
Fischer: Der Job macht Spaß, aber halbe Sachen mache ich nicht. Dann kommt es zum Stillstand. Da würde ich dann sofort den Stuhl räumen.

Ski2b: Vielen Dank für das Gespräch.
Fischer: Gern geschehen.