Hilde Gerg hat auch im italienischen Cortina d`Ampezzo für Begeisterungsstürme in den Reihen des DSV gesorgt. Auf der Olympia delle Tofane-Strecke behielt sie am Ende in einem spannenden Rennen denkbar knapp die Oberhand beim vierten Super G der laufenden Weltcup-Saison. Sie siegte bei guten äußeren Bedingungen in der Zeit von 1:17,20 Min. mit einer hundertstel Sekunde Vorsprung vor der Österreicherin Renate Götschl, die im Ziel in 1:17,21 Min. gestoppt wurde. Platz drei belegte mit Alexandra Meissnitzer (1:17,40 Min.) eine weitere Österreicherin. Die Gesamtweltcup-Siegerin des Vorjahres, Janica Kostelic aus Kroatien, fuhr auf den vierten Rang vor.

Hilde Gerg nun Favoritin für Olympia:
Gut zwei Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Salt Lake City muss Hilde Gerg gerade im Super G die Rolle der Top-Favoritin immer mehr akzeptieren. Schließlich führt sie auch die Weltcupwertung in dieser Disziplin mit nunmehr 295 Punkten vor Renate Götschl (210 Punkte) an.

Starker Auftritt der ÖSV-Damen:
Ein überzeugender Auftritt gelang auch den österreichischen Skimädels. Sie zeigten auf der 1650 Meter langen Strecke in den Dolomiten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Insbesondere Renate Götschl, die Speedqueen aus der Steiermark, kommt rechtzeitig zu Olympia immer besser in Schwung. Bis zur zweiten Zwischenzeit sah sie noch wie die Siegerin aus, ehe ihr Gerg mit einem starken Schlussteil noch die Führung entreißen konnte. Überraschend auch der dritte Platz der Salzburgerin Alexandra Meissnitzer. Michaela Dorfmeister auf Rang acht und Brigitte Obermoser auf Rang elf rundeten das gute Ergebnis der Austria-Girls ab.

DSV-Mädchen enttäuschten:
Die guten Leistungen von Hilde Gerg, die bereits vier Weltcup-Siege in dieser Saison erringen konnte, überdecken derzeit ein wenig das insgesamt schlechte Abschneiden der anderen deutschen Teilnehmerinnen. Allerdings sind der 26. Platz von Petra Haltmayr aus Rettenberg und der 32. Platz von Regina Häusl keine ermutigenden Resultate für die bevorstehenden Aufgaben bei Olympia. Auch Isabelle Huber konnte mit Platz 35 keine neuen Impulse für ein besseres Mannschaftsresultat geben. In die Hose ging zudem das Comeback von Sibylle Brauner, die nach einer Verletzung wieder in das Renngeschen eingegriffen hat. Über drei Sekunden Rückstand auf Teamkollegin Hilde Gerg sprachen im Ziel aber eine deutliche Sprache. Nur Rang 42 für 'Brauni'.

Abfahrt am Samstag:
Schon am Samstag geht es in Cortina mit der Abfahrt der Damen weiter. Dann können die deutschen Mädels mit guten Leistungen die Pleite vom Super G vergessen machen machen. Einzig Hilde Gerg hat keinerlei Steigerungsmöglichkeiten mehr.