Westendorf/Bayern/NRW. In einer Woche, um diese Zeit, ist der zweifache Skiweltrekordhalter Christian Flühr schon die erste Nacht (von fünf) bei seinem Weltrekordversuch auf den Skiern unterwegs. Am vergangenen Wochenende fuhr sich der für den Skiclub Oberhausen startende Wahlallgäuer (Obermaiselstein) am Veranstaltungsort in der Skiwelt WILDER KAISER ein.

In knapp einer Woche fällt am 27.01.02 um 07.00 Uhr morgens der Start zu Christian Flührs Weltrekordprojekt 130 Stunden auf Skiern oder \"Give Me 5 Berge - 5 Nächte - 5 Tage\", bei dem Christian bis zum 01.02.02 mindestens 17.00 Uhr non-stop auf Skiern stehen will. Getrunken, gegessen und geschlafen wird im Lift. Kaum vorstellbare Strapazen, Skifahren ohne Ende, ohne jedes Abschwingen auf der Piste, mitunter ein Kampf gegen Naturgewalten, wie Schneestürme und eisige Kälte in der Nacht, gepaart mit schmerzenden Körperteilen und Muskeln und der immer stärker werdenden Müdigkeit. Insgesamt 5 lange Tage und Nächte plus 10 Stunden will der Weltrekordhalter durchhalten, für einen normalen Menschen, eine komplette Arbeitswoche. Christian dazu: \"Letztes Jahr waren es 103 Stunden, davor der Winter 68 und wieso nicht nochmal 130 Stunden.\" Aber der Skirennläufer bekommt dieses Mal Konkurrenz: Thomas Seiwald aus St.Johann in Tirol hat ihn herausgefordert und wird zusammen mit Flühr in der Skiwelt starten.

20 Paar Head-Ski im Gepäck:
Am vergangenen Freitag brach das \"Ski-Weltrekord-Team-Flühr\" mit 15 Personen nach Westendorf auf, wo das Mannschaftsquartier liegt. Über 20 Paar HEAD-Ski brachten Christians Helfer in den Lagerraum, das war aber längst nicht alles: Etliche Sätze Skibekleidung, Sportnahrung, Wachszubehör... Alles, um für die kommende Herausforderung gewappnet zu sein. Samstag dann der erste Skigebietstest. Christian Flühr war begeistert: \"Seit dem 1. Januar hat es nicht mehr in der Skiwelt geschneit, aber kein Eis auf den Pisten, das hat richtig Spaß gemacht und macht Hunger auf in einer Woche.\" Christian scheint inzwischen mit weit mehr als nur 250000 talwärts gefahrenen Höhenmeter zu planen, der Skirennläufer äußerte sich wie folgt dazu: \"Vielleicht kratze ich sogar an den 400000. Das Skigebiet gibt es her.\" In der Tat, insgesamt über 100 Liftanlagen mit 355 Kilometern Piste stehen dem Wahlallgäuer offen, selbst in der Nacht wird Christian auf 5 verschiedenen Pisten unterwegs sein. Bis zu Start hofft der Skirennläufer noch auf Neuschnee, damit die Pisten weicher werden und Muskeln und Gelenke etwas mehr geschont werden. Aber nicht nur bei Christian Flühr laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, auch für die Manager der Skiwelt WILDER KAISER beginnt langsam die schlaflose Zeit.

Und noch ein Weldrekordversuch:
Immerhin haben sich für die Zeit der Weltrekorde nahezu alle wichtigen Medien vor Ort angesagt und am Schluß der Weltrekordversuche soll schließlich noch ein weiterer Clou gelandet werden: die weltgrößte Fackelabfahrt am 01.02.02. Auch die technischen Daten dieses Events haben es in sich: Die komplette Distanz der Alpenrosenbahn soll für den Fackelzug genutzt werden, sage und schreibe fast 1000 Höhenmeter mit Fackel ins Tal, für jeden Teilnehmer mit Sicherheit ein Erlebnis, das er nicht mehr vergisst. Anfänger haben dann die Möglichkeit ab der Mittelstation mit zu fahren und wer den ersten Tag auf Skiern steht, kann selbst noch am Übungsgelände von Westendorf mit von der Partie sein. Für jeden Teilnehmer gibt es übrigens eine
persönliche Urkunde. Zu den Teilnehmerzahlen Max Salcher, Direktor vom Tourismusverband Westendorf: \"Die Zahl ist schwer zu schätzen, aber wir planen mit bis zu 5000 Teilnehmern.\" Damit würde der Weltrekord mehr als
verdreifacht. Treffpunkt für die Fackelabfahrt ist übrigens um 16.00 Uhr an der Talstation Alpenrosenbahn, der Weg zum Veranstaltungsgelände ist ausgeschildert. Nach der Fackelabfahrt folgt dann im Zielgelände eine Weltrekordparty mit Budenstadt, Skifilmshow auf Großleinwand und einer Open-Air-Apres-Ski Party bis die Berge beben ...