Die 1,85m große Kanadierin kam am 21. April 1980 in Fernie auf die Welt. Mit ihren 25 Jahren, von denen sie übrigens nun schon 23 Ski fährt, hat sie viel erreicht. Emily kam 1997 im Alter von 17 Jahren in die Nationalmannschaft. 2000 war sie bei der Jugend-WM in Mont-Sainte-Anne in der Kombination Erste, im Slalom Zweite. Die All-Over-Fahrerin, die alle Disziplinen mag, errang 2000 bei den Weltmeisterschaften in St. Anton den 12. Platz im Super-G und bei Weltcuprennen sicherte sie sich u.a. den 9. Platz (Aspen 2001) und den 8. Platz (Haus 2001) im Super-G, sowie den 6. (Haus 2001) und den 3. Platz (St. Moritz 2000) in der Abfahrt.

Wir zeigen euch hier den Karriereverlauf bis zur Saison 2005/2006. Danach ist dieses Porträt nicht weiter aktualisiert worden

What about Skiing?
Mit bereits zwei Jahren stand Emily - auch Minime genannt - zum ersten Mal auf Brettern. Jedes Wochenende ging sie mit ihrer Familie zum Skifahren und entwickelte eine Leidenschaft für den Wintersport. So führte eins zum anderen, sie trat einem Skiclub bei und bestritt erste Rennen - wie man sieht erfolgreich. Sie ist froh, dass ihre Familie und ihre Freunde sie immer unterstützt haben, denn sie ist sich sicher, dass sie es sonst nicht so weit gebracht hätte.

Großer Rückschlag
Nachdem die Kanadierin schon den Tod ihres Vaters Bob im Frühjahr 2000 verkraften musste, und trotzdem gute Resultate erbrachte, hatte das Schicksal schon eine neue Hürde für sie errichtet. Beim Super-G-Training zog sich Emily Brydon im November 2001 einen Riss im Kreuzband des linken Knies zu, der wenige Tage später operiert wurde. Damit war die Hoffnung auf eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen geplatzt, wobei sie eigentlich gehofft hatte, daran teilnehmen zu können und auch als heiße kanadische Favoritin gehandelt wurde.

Versucht es weiter im Weltcup
In den Wintern 2003 und 2004 gelang es Brydon sich im Weltcup zu etablieren, ohne jedoch besonders gute Ergebnisse zu erreichen. Immerhin ein vierter Rang in der 'Heimabfahrt' in Lake Louise und ein sechster Platz in Haus sprangen für sie heraus, und auch bei der WM in St. Moritz fuhr sie ordentlich und wurde Elfte in der Kombination. Brydon ist immer gut für einen Ausreißer nach oben, die Weltcup-Zirkus wird sie im Auge haben müssen.

Konstant in der Spitze
In der Saison 2004/2005 konnte die Kanadierin auch im Riesenslalom unter die ersten 30 fahren und zeigte damit ihr Potenzial für die technischen Disziplinen. Brydon wird in Zukunft sicherlich eine Option für den Gesamt-Weltcup sein, wenn sie in den technischen Disziplinen noch etwas stärker wird. Ihre Vielseitigkeit stellte sie zum Beispiel bei der Kombination in San Sicario unter Beweis, als sie Dritte wurde.

Olympische Spiele beflügeln die junge Kanadierin
Bei Olympia wurde Emily Brydon sensationell Dritte in der Kombinationsabfahrt, ein weniger guter Rang im Slalom verhinderte ein Top Ten Resultat. Dafür konnte sie mit einem neunten Rang im Super G ihre Stärke in den Speed Disziplinen noch einmal richtig ausspielen. Schlug unter Einfluss der besonderen Olympia-Atmophäre in Turin ihre große Stunde, sah das bei den restlichen Weltcups mit Resultaten jenseits der ersten Zehn noch ein wenig anders aus. Lediglich beim Super G in Val d´Isère gelang der Kanadierin als Dritte der heiß ersehnte Stockerl-Platz. Dass man mit ihr auch im Slalom rechnen kann, unterstrich der nationale Vizemeistertitel.

Der erste Weltcuperfolg
Der erste Weltcupsieg in St. Moritz im Super-G im Jahr 2008 krönte die sehr gute Saison der Emily Brydon. Nach Ergebnissen rund um Platz 15 zu Beginn der Saison 2007/2007 setzte sie beim ersten Renne in St. Moritz im Dezember ein erstes Ausrufezeichen mit Platz Zwei im Super-G. Das ihr die Strecke in St. Moritz liegt bewies sie Februar 2008. Ein zweiter Weltcup wurde in St. Moritz ausgefahren, bei der sie den Sieg einfuhr. So erreichte Brydon am Schluss der Saison den fünften Rang in der Super-G-Wertung, einen 14. Platz im Gesamtklassement und einen zehnten Platz in der Abfahrtrangliste.


Steckbrief
Geboren: 10.08.1979
Nation: Kanada
Größe: 185 cm
Gewicht: 72 kg
Hobbies: Lesen, Kochen, Medizin,

Erfolge
Es folgt ein Blick in den Karrierespiegel der Allrounderin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): DH (20), K (13), SG (9)
2002 in Salt Lake City (USA): SL (27), GS (38)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): SG (13), K (10), DH (24), SL (34)
2005 in Bormio (ITA): SG (21), K (13), DH (11)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (20), DH (18), K (11), GS (24)
SG (23)
2001 in St. Anton (AUT): SG (12), K (7), DH (DNF)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-17. im Super-G 2006
Weltcup-Disziplinen-Zwölfte in der Abfahrt 2004, 2005
Sieben Podiumsplätze
Ein Weltcup-Sieg