Der am 30. September 1975 geborene Andreas Ertl hat schon einiges erlebt. Alleine bei der Junioren-WM 1994 in Lake Placid holte er Silber in der Kombination und je den 6. Platz im Riesenslalom und im Slalom. Während den Deutschen Meisterschaften von 1992 bis 2000 holte er einmal Platz drei, sechs Mal den zweiten Rang und drei Mal stand er ganz oben auf dem Stockerl. Dazu kommen der neunte Platz 1999 in Vail bei den Weltmeisterschaften in der Kombination und die Weltcupplätze 14 (1996/97) und 15 (1997/98) im
Riesenslalom. Doch auch Tiefen musste er verkraften, wie eine Verletzung in der Weltcupsaison 1999/00, wo er sich verletzte.

Im Schatten der großen Schwester
Zur Zeit fährt der 1,83-Meter-Große Mann vom Ski-Verein SC Lenggries im B-Kader des DSV-Teams. Der Bruder der erfolgreichen Alpin-Skifahrerin und zweimaligen Gewinnerin des olympischen Silbers Martina Ertl, hat sich vorgenommen unter die 30 Besten im Weltcup zu kommen. Nur hat es damit bis jetzt noch nicht geklappt, vor allem hinderte ihn seine Verletzung in der Saison 1999/00 daran.

Engagement als Berater nach Karriereende
Nach der Saison 2005/2006 beendete der Lenggrieser Andreas Ertl seine Karriere als aktiver Rennfahrer, nachdem er nach eigener Aussage sein selbst gestecktes Ziel, die Olympiateilnahme, nicht erreicht hat. Ende November 2005 hatte er erneut eine Verletzung am Knie erlitten. Nur eine von vielen, die es ihm in seiner Laufbahn immer wieder schwer machten, konstant in der Weltspitze mitzufahren. Die schönsten Erinnerungen hat er sicher an die WM in Bormio, als er unter anderem zusammen mit seiner Schwester Martina den erstmals ausgerichteten Teamwettbewerb gewann. Ganz verabschiedet sich Ertl dennoch nicht vom Skisport; er bleibt dem DSV als Berater erhalten.

Auch privat sehr aktiv
Beruflich ist Andreas Ertl Sportsoldat beim BSG und ist nicht nur auf der Piste aktiv. Auch im privaten Bereich steht er sehr auf das Sportliche, denn außer Kartenspielen fährt er in seiner verbleibenden Freizeit noch Rad, spielt Fußball und Tennis.