Isabelle Huber ist genau wie ihre Schwester Marina Huber Polizeimeisteranwärterin beim BGS und fährt auch im B-Kader des DSV-Teams. Dort tritt sie in den Disziplinen Riesenslalom, Super G und in der Abfahrt an. Ihre Hobbys sind Trial-Motorrad, Rennrad fahren und lesen, während ihr sportliches Ziel eine Teilnahme bei Olympischen Spielen ist. Hauptsächlich kommt es ihr aber darauf an, dass sie selbst mit dem zufrieden ist, was sie macht.

Erster Weltcup-Auftritt im Jahr 2000
Nachdem Isabelle einige Jahre bei FIS-Rennen und im Europacup Erfahrungen in der Rennszene sammeln konnte und zweimal Dritte bei Deutschen Meisterschaften werden konnte, durfte sie in Lake Louise im November 2000 in den Weltcup einsteigen. Die Speed-Spezialistin verpasste bei ihrem ersten Rennen die Punkte hauchdünn und wurde 31.
Doch kaum drei Wochen später überraschte sie die ganze Ski-Welt bei der schweren Abfahrt in St. Moritz mit einem zehnten Platz und wurde in diesem Rennen beste Deutsche. Und auch in der Kombination ist mit ihr zu rechnen, dass sie auch dort etwas drauf hat, bewies sie in Flachau, ebenfalls mit einem zehnten Rang.
Schade dann das Abschneiden bei der Junioren-WM im Februar
2001, als sie nach gutem Rennen in der Abfahrt hinter Maria Riesch Vierte wurde und mit 'leeren Hände' nach Hause fahren mußte.

2001/2002 mit viel Pech
Im Olympia-Winter fuhr Huber zu Beginn nur Weltcup-Rennen, scheiterte jedoch häufig an der Marke der Top 30. Einige Male heimste sie auch ein paar Punkte ein, leider verpasste sie mit den Plätzen 35. (3x), 31. oder 30. den Sprung nach vorn. Um neuen Mut zu gewinnen, fuhr sie im folgenden Europacup-Rennen und FIS-Rennen und meldete sich in der Saison 2002/2003 wieder im Weltcup-Team. In Lake Louise fuhr sie gut und belegte in den beiden Abfahrten die Plätze 14. und 16., und auch in Lillehammer ließ sie die Ski laufen und belegte Rang 14. Zu mehr wollte es bis zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht reichen.

In der letzten Saison dann der Sprung unter die Top 5
Nachdem Huber in Lake Louise wieder gut in die Saison 2003/2004 gestartet war, dann ein kleines Tief bewältigen konnte, vergass sie in Haus endlich ihren mit Sorgen gefüllten Rucksack im Starthäuschen und raste ihrer besten Weltcup-Platzierung entgegen. Leider reichte es am Ende aufgrund der 10 Hundertstel Rückstand auf die Drittplatzierte Fränzi Aufdenblatten nur zu Platz vier, ganz Deutschland hätte der sympathischen Isabelle, die auf Schokolade und Cola steht, den Sprung auf das Treppchen gegönnt. Doch was nicht ist, kann ja noch werden, nicht wahr?

Anknüpfen an die Vorjahresleistungen nicht möglich
Weder im nachfolgenden Winter noch in der Olympiasaison gelang es der Deutschen, ihren vierten Platz in Haus einzustellen oder gar zu toppen. Allerdings hatte sie im Januar 2005 auch einen Kreuzbandriss wegzustecken. Ein ganz passables Weltcupresultat erreichte Isa als 15. im Dezember 2005 im kanadischen Lake Louise. Dort fuhr sie dann auch in der zweiten Abfahrt ihre gesamten Weltcuppunkte der Saison ein. Leider war die Olympiateilnahme dennoch außer Reichweite. Die stagnierenden Leistungen der letzten Jahre nennt sie mit als Grund, warum sie im September 2006 unerwartet ihre Karriere zu beendete. Mit dem vierten Platz bei der Abfahrt der Saison 2003/2004 in Haus gelang ihr das beste Weltcupresultat. Für ihre Zukunft wünschen wir ihr alles Gute!

Steckbrief:
Geboren: 13.04.1981
Nation: Deutschland
Heimatverein: SC Ruhpolding
Hobbies: Trial-Motorrad fahren, Lesen, Sport allgemein, Fußball

Erfolge:
Es folgt ein Blick in den noch kurzen Karriereverlauf der Deutschen. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): DH (25)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-18. in der Abfahrt 2004
Weltcup-Disziplinen-10. in der Kombination 2001
ein vierter Rang, vier Top Ten Platzierungen