Das Weltcup-Wochenende der Damen in Saalbach-Hinterglemm endete auf der 'Zwölfer-Piste' mit dem Slalom der Damen. Die Französin Laure Pequegnot behielt im Final-Durchgang die Nerven und gewann in der Zeit von 1:27,22 Min. vor der Schweizerin Sonja Nef (1:27,80 Min.) und der Schwedin Ylwa Noven (1:27,89 Min.). Kristina Koznick aus den USA musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Ihr fehlte eine hundertstel Sekunde auf einen Podestplatz.

Tanja Poutiainen versagten die Nerven:
Die Finnin hatte den ersten Durchgang dominiert und führte das Feld vor dem Finale mit Vorsprung an. Aber dann versagten Poutiainen bereits nach drei Toren die Nerven. Ein klassischer Innenski-Fehler sorgte für einen Einfädler und das frühe Aus des Slalom-Talentes aus dem Norden.

Monika Bergmann mit solider Leistung:
Früher hätte sie sich über den zehnten Platz noch riesig gefreut, doch mit dem Erfolg steigt auch das Maß der Selbstkritik. Es war mehr drinn für Bergmann. So sah es die Aufsteigerin des Jahres in den Reihen des DSV. Technisch ausgereift, mangelte es bei ihr einzig am letzten Zug auf dem Ski. Etwas mehr Angriffslust hätte Bergmann sicherlich ein noch besseres Resultat ermöglicht.

Götschl gewinnt Kombination:
Renate Götschl aus Österreich sicherte sich indes den Sieg in der Kombinationswertung von Saalbach-Hinterglemm. Sie distanzierte in der Addition von Abfahrt und Slalom Janica Kostelic aus Kroatien und Michaela Dorfmeister (Österreich). Hilde Gerg erreichte in dieser Wertung Rang vier.

Ertl aus dem Tritt:
Bitter war jedoch das Ausscheiden der Kombinations-Weltmeisterin. Martina Ertl aus Lenggries stürzte bereits im ersten Durchgang des Slaloms. Ein Innenski-Fehler wurde Ertl zum Verhängnis, die immer mehr um ihre Form für Olympia bangen muss. Annemarie-Gerg verspielte zudem durch ihren Ausritt im Finale die Chance auf die Einlösung des Olympia-Tickets. Ihr bleibt nun nur noch eine Chance beim nächsten Slalom.

Stimmen:
Monika Bergmann: "Mich ärgert es maßlos, wenn ich so kleine Fehler mache und den Lauf nicht sauber runterbringe. Dennoch habe ich mein Soll für dieses Jahr schon mehr als erfüllt. Aber ich will natürlich noch mehr."

Annemarie Gerg: "Ich habe den Fahrfehler leider begangen. Der Schnee verzeiht keine Fehler, ich hatte keinen Grip mehr auf den Kanten. Dann geht es ab wie auf einem Schlitten."