Melanie Turgeon gab im Oktober 2005 ihren Rücktritt vom aktiven Rennsport bekannt. Grund für das Karriereende der 28-Jährigen waren ständige Rückenbeschwerden, die das Ausüben des Skisports nicht mehr schmerzfrei zuließen.

Beständigkeit war Turgeon wichtig
"Manchmal findest du dich mit etwas Glück auf dem Podium wieder, und du weißt nicht genau, was du getan hast, um dorthin zu gelangen." Deshalb ist für 'Mel T', so der andere Spitzname neben 'Boum-boum', auch das Wichtigste die Beständigkeit. "Ich bin zu den Basics zurückgekehrt, zu einem natürlicheren Stil, und ich fühle mich stark auf meinen Skiern." Dies brachte sie dann auch zurück in die Spur zur Weltspitze.

Gemeinsam sind wir stärker
In diesem Sinne bekam sie nach einigen Jahren des Einzelskifahrens endlich wieder Verstärkung aus den eigenen Reihen. Sie genoß die Präsenz des Nachwuchses im kanadischen Team, wie Genevieve Simard, Emily Brydon und Britt Janyk. Melanie schöpfte hieraus neue Kraft: "Der Teamgeist ist sehr gut, so gut wie nie."

Weltmeisterin in St. Moritz
In ihrer Laufbahn schaffte es die Speedspezialisten auf insgesamt acht Podestplätze. Ihren einzigen Weltcup-Sieg konnte Turgeon in Innsbruck feiern. Im Februar 2000 gewann sie dort den Super-G. Der größte Triumph gelang der Kanadierin aber bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz 2003. Ein wenig überraschend konnte sie dort den Titel in der Abfahrt nach Nordamerika holen.

Bandscheibenvorfall läutet Karrierende ein
Bei einem Trainingssturz im Jahr 2004 erlitt Turgeon einen Bandscheibenvorfall. Dabei verschob sie sich zwei Wirbel. nach diesem Vorfall litt die Kanadierin immer wieder an Rückenproblemen, die sie letztendlich dazu zwangen, vom aktiven Renngeschehen zurückzutreten.

Steckbrief
Geboren: 21.10 1976 in Alma
Nation: CAN
Heimatverein: Mont Ste Anne, Quebec
Größe: 164 cm
Gewicht: 60 kg
Sprachen: Französisch, Englisch
Hobbies: Zu Hause sein!!!

Erfolge
Ihr Debüt gab sie im Jahre 1993. Jetzt folgt ein kurzer Blick in ihren Karrierespiegel.

Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA):
DH (8), SG (20)
1998 in Nagano (JPN):
DH (23), SG (20)

Weltmeisterschaften:
2003 in St. Moritz (SUI):
DH (1), SG (6)
2001 in St. Anton (AUT):
DH (14), SG (10)
1999 in Vail/Beaver Creek (USA):
DH (7), SG (19)
1997 in Sestriere (ITA):
DH (24), SG (31)
1993 in Morioka Shizukuishi (JPN):
SG (35)

Weltcup:
Insbruck (AUT) 2000: SG (1)
Insgesamt acht Podestplätze