Am Samstag, dem 2. März ist es wieder soweit. Ab 10.00 Uhr werden die Weltcup-Damen um Hundertstel-Sekunden kämpfen, wenn sie zur Abfahrt antreten. Doch die Einwohner Lenzerheides sind den damit verbundenen Trubel bei weitem schon gewohnt, immerhin ist der Alpen-Ort fast jedes Jahr Gastgeber des Weltcups.

Vom Sommer-Kurort zum Wintersportgebiet:
Den Grundstein des Tourismus und eigentlich auch Lenzerheides selbst, legte am 24.06.1882 der Umbau der Sennerei in einen Gutshof. Das „Hotel Kurhaus“, wie man es stolz nannte, besaß die beträchtliche Anzahl von dreißig Betten. Im ersten Sommer nach der Eröffnung war der Touristenandrang noch überschaubar (13 Gäste), doch schon im darauffolgenden waren es dreißig. Ein findiger Pfarrer erbaute 1885 die St. Carlo-Kirche im zu Lenzerheide gehörenden Vaz/ Obervaz und schuf damit eine Art Ortskern.
Der Ort wuchs weiter: 1888 wurde das „Hotel Lenzerhorn“ eröffnet, 1899 zog das Hotel Kurhaus nach und benannte sich später in „Grand Hotel Kurhaus“ um. Erst 1905 erkannte man das Wintersportpotential des Ortes, doch zum richtigen Skigebiet wurde Lenzerheide erst während des Zweiten Weltkriegs, als der erste Skilift gebaut wurde. 1962 folgte die Rothornbahn und 1963 die höchste Bergbahn Mittelbündens, die schließlich beide Talseiten für die Skifahrer erschloss.

Einzelheiten zum Ort:
Lenzerheide liegt mit seinen Gemeinden Churwalden, Parpan, Valbella und Lenz im Kanton Graubünden, nahe der Hauptstadt Chur. Der Kanton ist mit seiner Fläche von ca. 7.100 km² und 215 Gemeinden einer der größten. Die Hotelbetriebe in dem beliebten Wintersportort sind stolz auf die 1 Million Übernachtungen pro Jahr.

Reichlich was los:
Den Touristen wird sommers wie winters einiges geboten. Im Sommer kann man die Gegend auf zahllosen Wanderrouten (140 km) zu Fuß oder per Bike erforschen und im Winter bieten die insgesamt 155 km präparierte Pisten, die sich über beide Talseiten erstrecken und auf schneesicheren 1500 bis 1865 m über NN liegen, viel Abwechslung für Skifahrer und Snowboarder. 15 km der Pisten können beschneit und 2,8 km auch nachts befahren werden. Regelmäßig finden Schlittenhunderennen, Halfpipe-Contests, Mountainbike-Rennen und viele andere Events statt.

Auch Kultur:
Kulturinteressierte finden in den zahllosen Kapellen der Gegend und im Ortsmuseum reichlich Anschauungsmaterial. Traditionelle Veranstaltungen, wie zum Beispiel die „Piemontesische Woche“ stellen ein gutes Gegengewicht zu den Trendsportveranstaltungen wie dem „Snave 48“ dar. Hier kann sich die Jugend beim Waterboarding, Jump Contest, oder den Fungames kräftig austoben.

Besondere Après-Ski-Attraktion ist der „Nachtpistenplausch“ am Täli. Nach dem Abfahren kommt direkt auf der Piste das Abfeiern mit DJ und Bar. Wem Open-Air zu kalt ist, der kann den Tag auch in den vielen Bars, Pubs, Kneipen und Restaurants ausklingen lassen ...