Der 1,82 m große Bundesheer-Soldat, der in der 'Silberstadt' Schwaz/Tirol am 25. März 1976 geboren wurde, ist schon längst kein Nobody mehr.

Junioren-Weltmeister 1995
Schon mit 19 Jahren ließ Gruber zum ersten Mal aufhorchen, als er 1995 zweimal Gold bei den Junioren-Weltmeisterschaften holte. Im Riesenslalom und in der Kombination war er nicht zu schlagen. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits zwei Jahre im Nationalteam des ÖSV, konnte aber bis dato keine herausragenden Resultate erzielen.

Starke Auftritte im Europacup
Am Anfang der Karriere bestach Gruber vor allem im Europacup. Dort konnte er 1999/2000 Europacup-Gesamtsieger werden, nachdem er im Jahr zuvor den zweiten Platz belegen konnte. Zudem gewann er 1997/1998 die Super-G-Wertung im Europacup.

Bestes Jahr der Karriere
Sein bis dato bestes Jahr der Karriere hatte Gruber 2000/2001, als er zwei Weltcupsiege einfahren konnte. Besonders hervorzuheben hierbei war der Sieg in Garmisch-Partenkirchen, wo er im Super-G den großen Hermann Maier um eine Hundertstel Sekunde schlagen konnte. Den zweiten Sieg holte sich der Österreicher beim Riesenslalom von Bormio. Am Ende der Saison stand dann der 11. Rang im Gesamt-Weltcup und sogar der zweite Platz in der Super-G-Wertung zu Buche.

Vielstarter
Seit der Saison 2002/2003 startet Gruber bis auf den Slalom in allen Disziplinen und konnte sich auch dort jeweils Weltcuppunkte sichern. Im Jahr 2004 war er in der Abfahrt, im Riesenslalom und im Super-G unter den besten Zwanzig der Disziplinen-Wertungen und erreichte einen 15. Rang im Gesamt-Weltcup. Besonders konstant fährt der ÖSV-Athlet im Super-G und im Riesenslalom, bei denen er im Laufe der Jahre immer über 150 Punkte in der Saison in den einzelnen Wertungen herausfuhr.

Vier Jahre auf Weltcup-Sieg gewartet
Eine lange Durststrecke konnte Gruber im Jahr 2005 beenden. Nach über vier Jahren feierte der Österreicher mal wieder einen Sieg im Weltcup. Auf der Kandahar-Strecke in Garmisch überraschte er alle Favoriten und sicherte sich im Super-G den Sieg. Garmisch scheint sich zur Lieblingsstrecke von Gruber zu etablieren, denn zwei seiner drei Weltcup-Siege schaffte er dort. Doch die konstanteren Leistungen erreichte der ÖSV-Fahrer in jener Saison in der Abfahrt. Einige Top Ten-Platzierungen und der neunte Rang im Abfahrts-Weltcup - zudem seine bisher beste Platzierung in dieser Disziplinen-Wertung - waren der verdiente Lohn.

Formkurve stieg im Verlauf des Winters 2005/2006
Nachdem er sich fast konstant in die Top 20 gefahren hatte, gelangen ihm auch im weiteren Verlauf der Saison mehrere Plätze unter den ersten Zehn, bis er schließlich seinen Weltcup-Triumph wiederholen konnte - und wieder war es Garmisch, seine Glücksstrecke.

Ganz stark in Nordamerika
Drittbester Österreicher in der Super-G-Wertung hört sich zunächst nach Mittelmaß an, aber wenn man den fünften Rang belegt, sieht das eher nach Weltspitze aus. Genau dort ist Gruber auch einzuordnen. Seit Jahren fährt Gruber beständig vor allem in den Speed-Disziplinen um Siege mit. Auch in der Saison 2007/2008 bestätigte er seine große Qualität. Einen Sieg in Whistler(CAN) und einen dritten Platz in Beaver Creek(USA) verbuchte Gruber, was ihn auch im Gesamtklassement auf Rang Zwölf spülte. Gute Leistungen vollbrachte Gruber auch in der Abfahrt und im Riesenslalom.


Steckbrief
Geboren: 25.03.1976
Nation: Österreich
Heimatverein: TU Schwaz/Tirol
Größe: 182cm
Hobbies: Fußball, Motorradfahren
Web: www.grubi.cc

Erfolge
Das erste Weltcuprennen seiner Karriere fuhr Gruber in Aspen. Dort gelang ihm 1998 dann auch gleich ein hervorragender 12. Rang, was ihm bei seinem Debüt direkt die ersten Weltcuppunkte einbrachte. Das erste Mal aufs Podium stieg der Österreicher dann beim Super-G in Vail im Jahr 2000. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): SG (19)
2002 in Salt Lake City (USA): DH (20), SG (7), GS (5)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): SG (4)
2005 in Bormio (ITA): GS (DNF)
2003 in St. Moritz (SUI): SG (14)
2001 in St. Anton (AUT): SG (19), GS (12)

Weltcup:
5. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Super-G 2008
11. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 2007
9. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Super-G 2006
7. Platz Weltcup-Kombinationen-Wertung Kombination 2005

1. Platz Super-G in Garmisch-Partenkirchen 2005, 2006
1. Platz Super-G in Whistler 2008
2. Platz Super-G in Gröden 2006
3. Platz Super-G in Sestrieres 2004
2. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Super-G 2001
insgesamt 5 Weltcup-Siege