Der Kuonisbärgli in Adelboden (Schweiz) war Schauplatz eines Sportereignisses der Sonderklasse. Vor gut 20.000 Zuschauern boten die Herren eine spannende Slalom-Show. Herausragender Fahrer war dabei der US-Amerikaner Bode Miller, der die Führung nach dem ersten Durchgang auch im Finale nicht mehr aus den Händen gab und in der Gesamtzeit von 1:33,24 Min. den Sieg nach Hause fuhr. Platz zwei belegte überraschend Ivica Kostelic aus Kroatien (1:35,16 Min.) vor dem Slowenen Mitja Kunc (1:35,39 Min.). Der vierte Platz ging an den früheren finnischen Slalom-Weltmeister Kalle Palander.

Nur Miller fehlerfrei:
Miller lieferte eine fehlerfreie Galavorstellung auf dem äußerst anspruchsvollen Hang ab, der mit schwierigen Torkombinationen gespickt war. Der US-Boy wählte stets die direkte Linie und siegte demnach auch völlig verdient. Allerdings profitierte er auch von den Unkonzentriertheiten seiner Konkurrenten. Der Finne Palander leistete sich im Finaldurchgang im oberen Abschnitt einen kapitalen Ausritt und Ivica Kostelic, Bruder von Janica Kostelic, hatte wenige Tore vor dem Ziel einen klassischen 'Steher', der ihn möglicherweise den Sieg gekostet hat.

Eberle fährt deutsche Herren aus der Krise:
Markus Eberle konnte das deutsche Herrenteam vor dem totalen Absturz in die Bedeutungslosigkeit retten. In beiden Durchgängen zeigte der Mann aus dem Kleinwalsertal jeweils technisch gute Läufe, behielt die Nerven und qualifizierte sich mit seinem elften Platz als erster Mann im DSV-Kader für die Olympischen Spiele in Salt Lake City. Andreas Ertl und Alois Vogl schafften derweil nicht den Sprung in das Finale der besten 30 Fahrer.

Stimmen:
Markus Eberle: "Das Ergebnis hier ist für alle beruhigend, für die Trainer, das Team und die Medien. Es war so eine negative Stimmung in der Mannschaft. Der zweite Durchgang war net ganz so schlecht, der erste Lauf richtig gut."