Steht das Projekt "Weltcup vor den Toren der Großstadt", dass seit 1995 im jährlichen Wechsel zwischen den Orten Semmering und Lienz mit Ski-Weltcuprennen iniziert wird, nunmehr vor dem Aus? Zwischen Weihnachten und Silvester konnte man dort jeweils die Damen im Kampf um Weltcup-Punkte bestaunen, was die Zuschauer auch in großer Zahl taten. Nun plant die FIS zu genau diesem Zeitpunkt (siehe auch provisorischer Terminkalender) jedoch die Durchführung des neugeschaffenen Teamwettkampfes.

ÖSV wehrt sich - Teilnahme nicht beabsichtigt:
ÖSV Präsident Schröcksnadel indes reagierte in eindeutiger Weise auf dieses Vorhaben der FIS. Sein Team würde bei dieser neuen Auflage des Teamwettbewerbes in Bormio nicht zur Verfügung stehen. Damit gehen die Auseinandersetzungen zwischen der FIS und dem ÖSV in eine neue Runde. Zuvor hatte man seitens des österreichischen Skiverbandes mit der Absage des Teamwettkampfes in Saalbach auf die Kritik von FIS-Präsident Gianfranco Kasper an den St. Antoner WM-Pisten reagiert.

Italiener an der Seite von Austria:
Unterstützung erhalten die Österreicher zudem von den Italiern, die ihrerseits nicht glücklich sind über die Terminvorstellungen der FIS. Gerne würden sie die Abfahrt von Bormio als klassische Herren-Abfahrt behalten. Viele Teams sehen in dem Teamwettberwerb auch eine Abwertung der eigentlichen Weltcuprennen.

Eine endgültige Entscheidung über diesen Themenkomplex erwartet man spätestens beim FIS-Kongress 2002 in Portoroz.