Der Deutsche Skiverband stellt die Rennserie um den \"DSV Salomon Carving Pokal\" ein. Die nationale Carving-Veranstaltung wird in diesem Jahr erstmals nicht mehr stattfinden. „Das Bojen-Carven hat sich aus unserer Sicht nicht durchgesetzt“, spricht Dr. Hubert Brühl für den DSV. Er war in den letzen zwei Jahren der organisatorische Leiter der Veranstaltung.

Undurchsichtige Wettkampfregeln:
Das Regelwerk des Salomon Carving Pokals war für den Zuschauer nur schwer zu durchschauen. Sieger war nicht der Fahrer, der als erster die Ziellinie überfuhr, sondern es gab auch Punkte für die Fahrtechnik. Jede Boje hatte ihre eigene Wertigkeit, so dass auch das ‚Wie’ entscheidend war, mit dem die Kurven gefahren wurden.

Erwartungen des DSV nicht erfüllt:
Nur die Spezialisten am Hang wussten, wie viele Punkte es für welche Kurve gab, mit der eine Boje umfahren wurde. Das Ergebnis eines Laufes erschließt sich dabei nicht ‚auf den ersten Blick’, was die Sache für Zuschauer wenig attraktiv machte. „Die Veranstaltung hat nicht den Anklang gefunden, den wir uns erhofft hatten,“ so die nüchterne Bilanz von Brühl gegenüber Ski2b.

Fun-Sport statt Profi-Sport:
Dennoch will sich der DSV nicht ganz aus dem Bereich der fun-orientierten Wettbewerbe zurückziehen und hat mit der Skier-Cross-Tour eine neue Rennserie ins Leben gerufen. Das Konzept sieht vor, dass 4 Fahrer gleichzeitig gegeneinander antreten. Gefahren wird auf Fun-Carvern. Näheres hierzu demnächst bei Ski2b.

Schritt zurück
Alle klassischen Disziplinen werden inzwischen auf den kurzen, taillierten Carving-Skiern ausgetragen. Das macht es für das Carving schwer, sich im Ski-Sport als fünfte Disziplin zu etablieren. Der Rückzug des DSV aus dem Carving-Rennsport ist ein Schritt weg von der angestrebten Professionalisierung des Carving.