Wenn der FIS-Carvingcup am 26. Januar in San Martino di Castrozza eröffnet wird, will sie vorn dabei sein. Hier stellt sich Petra Messerer schon einmal vor.

Die ersten Schwünge
Geboren wurde ich am 18. März 1971 in Traunstein. Da ich in Oberwössen (kurz vor Reit im Winkl), also mitten in den Bergen aufgewachsen bin, stand ich sehr früh auf Skiern. Ich war drei Jahre alt, als mir mein Vater beibrachte, auf den „Brettern“ zu stehen und zu fahren. Da mein Vater im örtlichen Ski-Club sehr engagiert war, bestritt ich natürlich auch bald die ersten Kinderrennen. Mir machte das Skifahren sehr viel Spaß und ich konnte im Schülerbereich stets vorne mitfahren und auch gewinnen.

Berufsausbildung statt Ski-Karriere
Später dann in der Jugend bestritt ich auch Abfahrten und soweit ich mich noch erinnern kann (lange ist’s her), belegte ich dort bei den Bayerischen Meisterschaften in Schleching den 3. Platz und bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Pfronten den 8. Platz. Ich durfte auch einige FIS-Rennen fahren. Ich hatte allerdings sehr hohe Startnummern und die Konkurrenz war stark.

Tja und dann war es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen: Habe ich genug Talent, um weiterzumachen oder soll ich nach der Schule eine Ausbildung beginnen? Ich entschied mich für Letzteres und sagte dem Rennsport ‚Ade’.

Zum Carven überredet worden und auf den Geschmack gekommen
Vor etwa 3 Jahren traf ich beim Skifahren einige Bekannte, die um Bojen carvten. Das wollte ich auch probieren und ich trainierte mit ihnen zusammen. Es machte sehr viel Spaß und ich hatte die Technik ziemlich schnell heraus. Ich muss mich noch beim Hermann Wellinger bedanken, der mir für dieses Vorhaben seine Trainingsski geliehen hat, bis ich eigene Carver hatte. Er hat mich zusammen mit dem Anton Gstatter in die Kunst des Carvens eingewiesen und dazu überredet, auch Rennen mitzufahren.

Ich kam also auf den Geschmack und fuhr auch gleich mein erstes Carving-Rennen mit. Es lief ganz gut und ich wusste: „Das ist es!“ Mich hatte die Lust gepackt, wieder Rennen zu fahren, und die nette Atmosphäre unter den Läufern gefiel mir auch sehr gut.

Meine Ergebnisse bei den Carving-Rennen:

Head-Cyber-Cup (Deutsche Meisterschaft): 3. Platz
DSV-Salomon-Pokal (Gesamtwertung): 3. Platz
FIS-Carvingcup in Madesimo (Dezember 2000): 10. Platz
Black-Forrest-Open (2001): 2. Platz

Ich hoffe in dieser Saison ist ‚a bisserl’ mehr drin, werde auf alle Fälle mein Bestes geben und hoffe, es klappt!

Sport ist in der Freizeit die Nummer Eins
Was gibt es ansonsten noch über mich zu sagen? Ich treibe sehr gerne Sport. Überwiegend macht mir alles Spaß, was man in der freien Natur so machen kann: joggen, radeln, bergsteigen, schwimmen - und das mache ich dann auch regelmäßig. Auch sonst bin ich für alles zu haben, was Spaß macht. Ich bin schon ein lustiger und geselliger Mensch und gerne mit Leuten unterwegs, die auch Spaß am Sport und am Leben haben.

Ich glaube, das war’s im Wesentlichen. In diesem Sinn „Ski heil“!