Hermann Maier hat 113 Tage nach seinem schweren Motorrad-Unfall erstmals wieder auf Skiern gestanden. Allerdings waren es Langlaufskier, auf denen sich der ‚Herminator’ am Samstag und am Montag in Obertauern wieder in die Natur wagte. Diese leichten Läufe dienen dazu, überhaupt wieder ein Gefühl für den Ski und das eigene Gleichgewicht nach dem Beinbruch zu bekommen. \"Es ist super, wieder in der Natur zu sein, und es hat mir sehr getaugt\", sagte der Österreicher, der diese Einheiten ohne Schmerzen im lädierten linken Bein absolvierte.

Warten auf den Spezialschuh
Die ersten richtigen Schwünge kann der Doppel-Olympiasieger von 1998 frühestens nach Weihnachten in Angriff nehmen, aber auch nur dann, wenn der Spezialschuh, der in Kürze fertiggestellt sein soll, auch hier ein schmerzfreies Fahren garantiert. Dann könnte Maier allerdings ab Mitte Januar wieder ein reguläres Training aufnehmen, ließen seine Ärzte verlauten.

“Ich will nicht als Nummer 30 ins Ziel kommen“
Erst vorige Woche hatte der 29-Jährige bei einer Pressekonferenz eine mögliche Teilnahme an den Winterspielen in Salt Lake City als sehr gering eingestuft. Es habe keinen Wert, wenn man nicht in Top-Form starten könne. Und weiter sagte der Ski-Star:“ Es macht nur Sinn, wenn ich eine Chance habe zu gewinnen. Ich will nicht als Nummer 30 ins Ziel kommen“.
Inwieweit die neuesten Fortschritte einen Beweis für das Gegenteil bedeuten, muss also weiter abgewartet werden.