Andreas Schifferer wurde am 3. August 1974 in Radstadt, im Bundesland Salzburg, geboren. Seine ersten Rennen bestritt er im Alter von 3 Jahren. "Ich kann mich nur erinnern, dass ich immer die roten Tore ausgelassen hab, und mein Nachbar die blauen...."

Wir zeigen euch hier den Karriereverlauf bis zur Saison 2006/2007. Danach ist dieses Porträt nicht weiter aktualisiert worden. 

Viele Top-Platzierungen im Weltcup
Nach der Hauptschule in Radstadt besuchte Andi das Skigymnasium in Stams und schaffte bereits 1995 den Sprung in den Weltcup. Von diesem Zeitpunkt an konnte er eine Vielzahl von Top-Platzierungen in den Disziplinen Abfahrt, Super-G und Riesenslalom für sich verbuchen.

Europacupsieger 1994/95
In der Saison 1994/95 war Schifferer im Europacup der dominierende Mann. Er gewann zwei Abfahrten und war noch in mehreren anderen Rennen unter den besten Fahrern platziert. Das brachte ihm den Sieg in der Gesamt-Wertung des Europacups ein.

Bronze bei WM in Sestriere
Schon 1997 sollte der nächste Highlight in der Karriere des Österreichers folgen. In Sestriere konnte er sich bei der WM den dritten Rang im Riesenslalom sichern und damit seine erste Medaille bei einer Großveranstaltung sichern. Auch in der Abfahrt zeigte Schifferer, dass er bei der WM auf den Punkt fit war. Mit einem fünften Platz fuhr er nur ganz knapp an einer weiteren Medaille vorbei.

Große Saison 1997/1998
Ein Jahr später fuhr der ÖSV-Athlet eine ganz starke Saison. Nicht weniger als vier Abfahrten entschied Schifferer für sich und gewann damit überlegen den Abfahrts-Weltcup. Zudem konnte er auch in den anderen Disziplinen kräftig punkten und war damit am Ende des Winters auf dem zweiten Rang im Gesamt-Weltcup. Lediglich ein in der Saison alles überragender Hermann Maier sammelte noch mehr Punkte und feierte so den Sieg im Gesamt-Weltcup.

Weiter gute Abfahrtsresultate
Auch in der Saison 1998/1999 glänzte Schifferer mit guten Resultaten in der Abfahrt. So gewann er im norwegischen Kvitfjell an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Abfahrten und schloss den Abfahrts-Weltcup als Zweiter ab. In den anderen Disziplinen waren seine Ergebnisse allerdings nicht mehr so gut wie im Jahr davor und Schifferer wurde im Gesamt-Weltcup Sechster.

Jubel in Snowbasin - Bronze bei Olympia
Seinen größten Erfolg konnte Andreas bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City 2002 feiern. Im olympischen Super-G-Rennen belegte er hinter dem Norweger Aamodt und Stephan Eberharter einen hervorragenden dritten Platz und holte sich somit die Bronzemedaille.

Podestplätze ja, aber keine Siege
Auf einen weiteren Weltcupsieg muss Schifferer nun schon seit geraumer Zeit warten. Seit jenem 18. Dezember 1999 konnte er nicht mehr ganz nach vorne fahren. Am nahsten dran war er noch Ende 2003, als er in Park City im Riesenslalom auf den zweiten Rang kam und nur Bode Miller den Vortritt lassen musste. Ansonsten fuhr der Österreicher zwar konstant in die Top Ten, doch für den nächsten großen Wurf hat es bis dato noch nicht gereicht.

Konstanz im Mittelfeld
2004 durfte sich Andreas Schifferer Österreichischer Meister im Riesenslalom nennen. Viele Landungen unter den ersten 20 sorgten 2005/2006 zwar für eine konstante Punkteausbeute, doch mit einem richtigen Topergebnis wollte es auch in diesem Winter nicht klappen. Das beste Resultat war ein neunter Rang im Super G in Gardena - Olympia entfiel somit für ihn.

Rücktritt im Dezember 2006
Die neue Saison begann für Schifferer auf neuem Material: Mit Head fand er einen neuen Ausrüster, aber im Weltcup wollte es trotzdem nicht klappen. Nachdem er sich in den ersten Rennen nicht für einen Startplatz hatte qualifizieren können, gab er seinen Trainern Mitte Dezember die Nachricht von seinem Rücktritt vom aktiven Rennsport bekannt.

Steckbrief
Geboren: 03.08.1974
Nation: Österreich
Heimatverein: SC Die erste Radstadt/Salzburg
Größe: 178cm
Gewicht: 92kg
Hobbies: Computer, Internet, Surfen und Tennis
Web: www.schiffi.com

Erfolge:
Sein Debüt im Weltcup gab Schifferer 1994 bei der Abfahrt in Val d'Isere (FRA). In der folgenden Saison konnte er dann auch seine ersten Weltcuppunkte einfahren. In Adelboden gelang ihm ein 25. Platz. Im selben Jahr fuhr der Österreicher auch gleich zum ersten Mal aufs Podest mit einem 2. Rang bei der Abfahrt in Bormio. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SG (3)
1998 in Nagano (JPN): DH (7), SG (19)

Weltmeisterschaft:
1997 in Sestriere (ITA): DH (5), GS (3)

Weltcup:
2. Platz im Gesamt-Weltcup 1998
Weltcup-Disziplinen-Sieger in der Abfahrt 1998
2. Platz im Abfahrtsweltcup 1999
3. Platz im Super-G-Weltcup 1997 und 1999
insgesamt acht Weltcup-Siege