Beim 'windigen' Super G in Val d´Isere setzte sich Hilde Gerg (1:12,33 Min.) in einem überzeugenden Lauf gegen die Konkurrenz durch und ließ die Österreicherinnen Renate Götschl (1:12,90 Min.) und Tanja Schneider (1:12,94 Min.) hinter sich auf dem Treppchen.
Mit der Startnummer 12 ins Rennen gegangen, zeigte die Deutsche aus Lenggries trotz heftiger Winböen ein flüssiges Rennen und ihre Zeit konnte nicht mehr unterboten werden.

Gedenkminute bei der Siegerehrung:
Die Siegerin bat alle nach der Ehrung mit einer Schweigeminute der verstorbenen Regine Cavagnoud zu gedenken. Diese Geste, angesichts des ersten Rennens in Frankreich nach dem schrecklichen Unfall Cavagnouds, rührte Sportler, Funktoinäre und Fans gleichermaßen zu Tränen und war Hilde Gerg ein wichtiges Anliegen.

Tolle Teamleistung der Österreicherinnen:
Wie homogen das ÖSV-Team ist, zeigten auch die heutigen Plazierungen mit gleich vier Läuferinnen unter den ersten sechs. Dabei hatte Renate Götschl den besten Lauf und blieb mit vier Hundertstel vor ihrer Landsfrau Tanja Schneider, die mit der Startnummer eins ins Rennen gegangen war. Lediglich Michaela Dorfmeister, heute mit sechstschnellster Zeit, war nach dem Rennen von ihrer Vorstellung enttäuscht.

Das restliche DSV-Team zeigt durchwachsene Leistung
Mehr als den 14. Platz hatte sich Martina Ertl wohl auch ausgerechnet, auch wenn sie von einem technisch guten Lauf sprach. Wo allerdings die nötigen Zehntel auf der Strecke geblieben sind, muss die Analyse zeigen.
Viele hatten auch Petra Haltmayr, die Siegerin des Super G in Lake Louise, auf der Rechnung. Allerdings reichte es auf dieser Strecke in Val d´Isere nach einigen kleinen Schwierigkeiten nur zu Platz 22. Außerdem schaffte es Sibylle Brauner mit Platz 27 unter die ersten 30 im Feld.
Keine Punkte gab es dagegen für Regina Häusl (38.), Katy Hölzl (41.) und Maria Riesch (44.). Aber gerade für die Newcomer Hölzl und Riesch zählt zurzeit jeder Weltcup-Start mehr als alles andere.

Der Wind hatte seine Hand im Spiel:
Während die Fahrerinnen der Spitzengruppe noch einigermaßen gut mit den Windböen umgehen konnten, gab es für die hinteren Startplätze nur wenig Hoffnung auf eine gute Zeit. Aber auch erfahrene Sportlerinnen hatten ihre liebe Mühe mit der Witterung.

Stimmen:
Hilde Gerg: "Ich bin froh, dass wir vor den Rennen hier frei gehabt hatten um etwas trainieren zu können. das Rennen ist für mich super gelaufen."

Martina Ertl: "Mit dem Lauf bin ich eigentlich zufrieden. Der war technisch ganz gut. Ich weiß auch nicht woran es bei der Zeit gelegen hat. Aber arg enttäuscht bin ich nicht."

Renate Götschl: "Ich bin einfach froh, dass ich das Ziel erreicht habe und es mich nicht am Hang verblasen hat

Michaela Dorfmeister: "Ich bin maßlos enttäuscht. Technisch habe ich das gefahren was ich kann. daher kann ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein."