Nach dem verheerenden Unfall des Schweizers Silvano Beltrametti von letztem Samstag wird der schwarze Peter in punkto Sicherheit weitergereicht.

Trainer wollen Sport sicherer machen:
Zumindest die Trainer haben in einem ersten Treffen über die Möglichkeiten diskutiert, den Sport sicherer zu machen.
Für sie und die Aktiven geht es in erster Linie darum, dass Qualitätskriterien für die Fangnetze an der Strecke eingeführt werden sollten. Bisher unterlagen die Sicherheitsnetze keinerlei Normen.

Die FIS sieht keinen akuten Handlungsbedarf:
Die Organisatoren der FIS, die den extrem schnellen Carving-Ski für die vielen Unfälle der letzten Zeit verantwortlich machen, wollen in nächster Zeit keine größeren Änderungen vornehmen.
Laut einer Sprecherin wäre es zur Zeit unmöglich und auch 'unsinnig' auf die Schnelle etwas zu ändern. Die FIS habe bereits sehr hohe Qualitätsstandards.

Fahrer wollen bessere Orientierung auf der Strecke:
Trotz der Diskussionen ist man dennoch zu Verbesserungen bereit. So wurde beim Training in Val Gardena eine blaue Linie zur Orientierung auf die Piste gesprüht. Sie soll dem Fahrer vor allem im Schatten und bei den Sprüngen eine Hilfe sein. Das Experiment scheint gut anzukommen, denn die Fahrer äußerten sich durchaus positiv über diese eventuelle Neuerung. Viele Fahrer nutzten die Hilfslinie bereits im Training und haben gute Erfahrungen damit gemacht.
Neben dieser Art der Orientierung wünschen sich viele Fahrer auf der Strecke generell bessere Sichtverhältnisse. So wäre es von Vorteil, zusätzlich Scheinwerfer an den dunklen Stellen der Piste aufzustellen.

Herminator fürchtet schlechte Sicht:
Auch Hermann Maier, der sich die Rennen natürlich im Fernsehen ansieht, ist der Meinung, dass das Material keineswegs das Problem darstellt, sondern die schlechte Sicht auf der Strecke die eigentlichen Gefahren birgt.

Die FIS ist am Zug:
Neben den Trainern und den Aktiven sind auch Sicherheitsexperten der Meinung, dass die FIS mit Hilfe eines Expertenrates sicherlich noch nötige Verbesserungen an den Strecken vornehmen kann um den höchsten Sicherheitsstandard zu gewährleisten. So gesehen ist nun die FIS am Zuge, die Bereitschaft zu zeigen, mit den Athleten eine optimale Lösung für alle Beteiligten zu finden.