Der US-Amerikaner Bode Miller hat den zweiten Riesenslalom der olympischen Saison gewonnen. Mit hauchdünnem Vorsprung siegte der US-Boy in Val d`Isere in der Gesamtzeit von 2:36,02 Min. vor dem Franzosen Frederic Covili (2:36,04 Min.) und dem Österreicher Stephan Eberharter (2:36,82 Min.).

Plätze im Finale getauscht - Eberharter abgefangen:
Noch im ersten Durchgang hatte der Doppel-Sieger von Val d`Isere, Stephan Eberharter, der in den beiden Tagen zuvor bereits den Super-G und die Abfahrt in den Hochsavoyen gewonnen hatte, die beste Laufzeit erreicht. Bei guten äußeren Bedingungen sah Eberharter bereits wie der sichere Sieger aus. Doch seine Verfolger ließen im Finaldurchgang der besten 30 Fahrer nicht locker. Miller und Covili, der wiederum den ersten Riesenslalom der Saison in Sölden gewonnen hatte, attackierten unbarmherzig und fingen den 'Dominator' von Val d`Isere am Ende noch deutlich ab.

Von Grünigen mit gebrochener Schulter auf Platz fünf:
Der amtierende Riesenslalom-Weltmeister, Michael von Grünigen (Schweiz), schaffte trotz gebrochenen linken Schulterblattes einen fünften Platz. Der Schweizer hatte beim Training eine Stange in den Rücken bekommen, musste aber glücklicherweise nicht an der verletzten Stelle operiert werden. Beim Start konnte man aber jeweils deutlich erkennen, dass Mr. Riesenslalom sich nicht richtig abdrücken konnte.

Unfall von Beltrametti Gesprächsthema Nr.1:
Natürlich stand auch der Riesenslalom der Herren unter dem Einfluss der Geschehnisse rund um den Sturz des Schweizers Silvano Beltrametti bei der Abfahrt am Vortag. Viele Fahrer zeigten sich geschockt und und äußerten sich bestürzt über die niederschmetternde Diagnose der Ärzte. Beltrametti ist ab dem siebten Brustwirbel abwärts gelähmt. Er hatte bei der Abfahrt der Herren am Samstag mit ca. 120 km/h die Fangzäune am Pistenrand durchschlagen und war in das schneearme Waldstück dahinter gestürzt. Eine erneute Diskussion über die Sicherheit bei Skirennen ist damit wieder voll entbrannt.