Der zweite Damen-Weltcup-Slalom der Saison geht an die amtierende Slalom-Weltmeisterin, Anja Paerson (Schweden). Paerson sicherte sich den Sieg auf der Giovanni A. Agnelli-Piste von Sestriere in der Gesamtzeit von 1:32,54 Min. vor der Finnin Tanja Poutiainen (1:32,95 Min.) und Sonja Nef aus der Schweiz (1:33,13 Min.).

Schwedin dominierte beide Läufe:
Anja Paerson zeigte in beiden Läufen eine äußerst angriffslustige Darbietung und ließ so der Konkurrenz kaum eine Chance auf den Sieg. Einzig Tanja Poutiainen, die unlängst zwei Europacup-Rennen gewonnen hatte, bot der Schwedin Paroli. Die Finnin legte im Finale sogar die Lauf-Bestzeit hin, hatte aber im ersten Durchgang einen derben 'Schitzer' in ihrem Lauf, der sie am Ende wohl den Sieg gekostet hatte.

Ertl im Aufwind:
Martina Ertl aus Lenggries scheint nach einem eher dürftigen Start in die olympische Saison langsam in den Tritt zu gelangen. Mit einer soliden Vorstellung sicherte sich die Deutsche den sechsten Platz und erhält dafür weitere 40 Punkte auf ihrem Weltcup-Punktekonto.

Annemarie Gerg auf Platz 19 - viele Ausfälle:
Neben Martina Ertl hatte sich auch Annemarie Gerg für das Finale der besten 30 Fahrerinnen qualifiziert. Doch im zweiten Durchgang fuhr sie zu verhalten und fiel von Platz 15 auf den 19. Rang zurück.
Die junge DSV-Nachwuchshoffnung, Maria Riesch, hatte zuvor nach guter Fahrt knapp den 'Cut' verpasst. Sie war mit Startnummer 70 auf den 35. Platz vorgefahren. Die anderen DSV-Athletinnen schieden indes aus.

Kostelic-Comeback misslang:
Das Comeback der Weltcup-Gesamtsiegerin, Janica Kostelic (Kroatien), misslang indes gründlich. Die Slalom-Expertin, die über Monate hinweg wegen einer Knieverletzung pausieren musste, scheiterte bei ihrem ersten Weltcup-Rennen der Saison ebenfalls klar am Qualifikations-Cut.

Stimmen:
Martina Ertl:
"Das ist ein gutes Ergebnis, eine konstante Leistung im Slalom. Ich bin zwar zweimal ein wenig zu spät an den Toren gewesen, aber im Rennen muss man immer schaun was man riskieren kann ohne rauszufliegen. Jetzt möchte ich auch in den schnellen Disziplinen bessere Ergebnisse bringen."

Annemarie Gerg:
"Der Hang ist eigentlich gerade weggegangen. Dennoch habe ich mich oben verbremst. Ich weiß, dass ich mit zwei perfekten Läufen ganz vorne dabei bin."