Nicht weit entfernt von seiner Heimat in Gresham (Oregon) schnallte sich Altmeister Bill Johnson (41 Jahre) am Mount Hood seine Skier nun erstmals nach seinem lebensgefährlichen Sturz im März unter und machte ein paar gemütliche Abfahrten.

Hoffnung auf Salt Lake City beim Sturz begraben:
Noch im vergangenen Frühjahr war der Abfahrts-Olympiasieger von 1984 bestrebt gewesen, sich im Rahmen der US-Meisterschaften für die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City zu qualifizieren. Der 'wilde Bill' wollte sein Comeback - es misslang. Ein kapitaler Sturz beim Training warf in komplett aus der Bahn.

Der lange Kampf der Genesung:
Mit schweren Kopfverletzungen und im Koma liegend musste er ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Ärzte rangen um sein Leben, seine Mutter nahm den schwer angeschlagenen Johnson nach dem monatelangen Krankenhausaufenthalt zur Therapie zu sich nach Hause. Der ehemalige Weltklasse-Abfahrer kämpft seitdem um seine vollständige Genesung. Neuronale Störungen machen Johnson noch immer zu schaffen.

Strahlen im Gesicht des Olympiasiegers:
Aufgegeben hat sich Bill Johnson indes zu keiner Sekunde. Er glaubte fest daran, dass er eines Tages wieder auf seinen Skiern einen Hang hinabfahren könnte. Es ist zwar nicht die Olympia-Piste geworden, aber für Johnson hatte dieser erste Tag des Skifahrens eine olypische Dimension. Das strahlen auf seinem Gesicht ist Ausdruck seines persönlichen Sieges.