Die italienische Abfahrts-Weltcup-Siegerin, Isolde Kostner, hat in Lake Louise die erste von zwei Abfahrten gewonnen. Kostner siegte in der Zeit von 1:36,75 Min. vor Michaela Dorfmeister aus Österreich (1:37,08 Min.) und der Schweizerin Corinne Rey-Bellet (1:37,26 Min.). Beste DSV-Läuferin war Hilde Gerg (Lenggries), die im Ziel in 1:37,68 Min. gestoppt wurde. Damit belegte die Deutsche den neunten Rang.

Kostner souverän:
Die Italienerin erwies sich bei guten äußeren Bedingungen in den kanadischen Rockies als beste Gleiterin. Gerade im unteren Streckenabschnitt konnte die Südtirolerin den Vorsprung herausfahren, der ihr am Ende den 13. Weltcup-Sieg ihrer Karriere brachte. Allein Michaela Dorfmeister erwies sich als echte Gegnerin für Kostner. Im technisch anspruchsvollen Mittelteil war die Siegerin des Riesenslaloms von Sölden eindeutig im Vorteil. Doch nach dem Gleitstück hatte die Österreicherin bereits keine Chance mehr auf den Sieg.

Deutsche Damen fuhren schwach:
Sieben DSV-Damen waren in Lake Louise zur Abfahrt angetreten. In den Trainingsläufen hatte Regina Häusl, die nach über einjähriger Verletzungspause (Beinbruch) ihr Comeback feierte, noch mit Spitzenplätzen gelänzt. Doch im Mittelteil der Strecke verfehlte sie genauso wie Teamkollegin Martina Ertl ein Tor und schied aus. Auch Sibylle Brauner enttäuschte. Sie war mit der Startnummer fünf ins Rennen gegangen und landete abgeschlagen auf Rang 31. Nicht viel besser erging es Petra Haltmayr aus Rettenberg. Vor Jahresfrist gewann sie genau in Lake Louise ihr erstes Weltcup-Rennen, doch mit ihrem Lauf und dem Platz 27 konnte sie in dieser Abfahrt nicht zufrieden sein.

Nur Gerg in Normalform - Lichtblick Huber:
Hilde Gerg aus Lenggries bestätigte indes ihre guten Trainingsergebnisse. Sie legte eine solide Fahrt hin und kann mit dem neunten Platz sicherlich zunächst gut leben. Erfreulich auch der Auftritt von Isabelle Huber. Sie fuhr mit der Startnummer 43 auf den 22. Platz vor. Alexandra Grauvogl wurde 38.

Heute nächste Abfahrt:
Allen Athletinnen bleibt nun die Chance zur Fehleranalyse. Schon heute gibt es die Gelegenheit zum 'Neuangriff'. Um 19 Uhr findet dann an gleicher Stelle die zweite Weltcup-Abfahrt der Damen statt.