Die Herren haben ihre Amerika-Tour mit dem zweiten Slalom in Aspen (Colorado) zunächst beendet. Mario Matt aus Österreich war einen Tag nach dem Sensations-Sieg des Kroaten Ivica Kostelic nicht zu stoppen. Der Österreicher siegte auf der Lower-Ruthies-Strecke eindrucksvoll in der Zeit von 1:39:08 Min. vor dem US-Amerikaner Bode Miller (1:39:69 Min.) und dem Franzosen Jean-Pierre Vidal (1:40:06 Min.). Der Vortagessieger Kostelic belegte hinter dem Österreicher Rainer Schönfelder einen für ihn hervorragenden fünften Platz und bewies damit, dass der Sieg im ersten Slalom keine Eintagsfliege war.

Matt das Maß - Miller mit tollem Finalritt:
Während dem Führenden des ersten Durchgangs, Heinz Schilchegger aus Obertauern, im Finale sichtbar die Nerven versagten, erwies sich der Weltmeister Matt der Lage am Hang als absolut gewachsen und brachte auf der gut präparierten Piste von Aspen einen sauberen zweiten Lauf ins Ziel. Schon der erste Durchgang des Tirolers war eine Augenweide. Er war als zweitschnellster in das Finale der besten 30 Fahrer gestartet.
Zuvor hatte der US-Amerikaner Bode Miller einen Traumlauf erwischt und war auf Position 16 liegend im Finale an die Spitze des Feldes gestürmt. Nur der Franzose Vidal hätte diese Zeit neben Matt noch gefährden können, jedoch leistete er sich einen rießigen Patzer und wurde so nur dritter.

Eberle auf Platz 22:
Der DSV-Fahrer Markus Eberle (Kleinwalsertal) konnte sich zwar für das Finale qualifizieren, doch reichte es nach verhaltener Fahrt nur zu Platz 22. Am Vortag hatte Eberle sich noch über Platz elf gefreut. Alois Vogl, zweiter Deutscher im Rennen, musste schon im ersten Lauf die Segel streichen. Er verpasste als 51. den 'Cut'.

Nun nach Europa:
Für die Herren endete damit die Amerika-Tour, die wegen der schlechten Schneelage zusammengestrichen werden musste. Drei Rennen mussten abgesagt und verschoben werden. Der Riesenslalom der Herren in Aspen und die beiden Rennen in Beaver Creek werden nun in Europa nachgeholt.