Ski2b: Ihr nehmt für Deutschland an den 24Stunden von Aspen teil. Könnt ihr euch kurz den Ski-Fans vorstellen.
Christian Deißenböck: Mein Name ist Christian Deißenböck, komme aus Neuhaus am Schliersee, arbeite als Betreiber und Verwalter der Appartementresidenz \"König Ludwig\" und bin Inhaber der Skischule \"König Ludwig\". Ich bin von 1989 bis 1999 in der deutschen Skinationalmannschaft gefahren, davon 4 Jahre im Weltcup. Während dieser Zeit waren meine Disziplinen der Super-G und die Abfahrt (u.a. Europacupsieger und deutscher Meister sowie viele Top 10 Ergebnisse in FIS und EC-Rennen, Anm. der Red.)
Michael Brunner:Ich heiße Michael Brunner, bin 28 Jahre alt und bis zu der Saison 1999 als Mitglied der Nationalmannschaft im Weltcup in den Disziplinen Abfahrt und Super-G aktiv gewesen.

Ski2b: Wie kommt man eigentlich zu dieser Nominierung?
Christian: Es begann mit der Einladung von Martin Fiala zum 16-Stunden-Rennen in Neuseeland (Compaq 50k of Coronet), welches von uns überzeugend gewonnen werden konnte (Fiala, Brunner, Deißenböck). In Aspen dürfen nur 2 Teilnehmer pro Team starten, und nachdem Martin Fiala kurzfristig aus beruflichen Gründen absagen musste, ergab sich die Kombination Deißenböck/Brunner.
Michael:Und da man selten die Gelegenheit hat mal wieder die schnellen Ski auszupacken, sind wir recht froh, dass Aspen uns bei dem Rennen dabei haben möchte und wir dort mal wieder, nach Neuseeland in den Jahren 2000 und 2001
(50k-Rennen), möglichst schnell Ski fahren können.

Ski2b: Wie habt ihr euch auf das Rennen vorbereitet?
Michael: Eigentlich nicht so speziell. Ausdauertraining und Kraftausdauer sind eigentlich genug, da die physischen Anforderungen in Aspen nicht alle Konditionsmerkmale herausfordert.
Christian: Das stimmt. Wir haben entsprechend unsere Grundlagenausdauer trainiert. Die Vorbereitung verlief ähnlich wie für Neuseeland im letzten Jahr. Kraft und Ausdauer sind eben auch in Aspen ausschlaggebend.

Ski2b: Und wie sieht es mit der weiteren Organisation für so ein Ereignis aus? Wird alles von euch in Eigenregie koordiniert?
Christian: Die Organisation liegt natürlich zum Großteil bei uns. Allerdings haben wir einige Partner für dieses Projekt gewinnen können, ohne die das alles nicht möglich wäre. Das fängt bei so simplen Sachen wie Flugkosten an. Schließlich muss unsere gesamte Ausrüstung mit.
Michael: Ohne die Top-Konditionen, die wir nun von United Airlines bekommen, hätte das alleine schon eine schöne Stange Geld gekostet.
Christian: Und dank der Familie Dübler („Faszination Ski“, Anm. der Red.), die als Spezialreiseveranstalter für Skireisen in die USA die Organisation der Unterkünfte übernimmt, konnten wir uns jetzt noch besser auf das Rennen vorbereiten.

Ski2b: Welchen Stellenwert hat das Rennen in den USA? Wie ist die Stimmung dort und welche Chancen habt ihr euch ausgerechnet?
Michael: Ich bin sehr froh in Aspen endlich mal an den Start zu gehen, da es die letzten 2 Jahre aus verschiedenen Gründen nicht hingehauen hat. Zumal ich mit Christian einen sehr guten Partner gefunden habe. Ich gehe davon aus das in Aspen eine 24-Stunden-Party stattfinden wird und die gute Stimmung hoffentlich auf uns überschwappen wird. Obwohl wir natürlich an den Start gehen, um dieses Crazy-Rennen zu gewinnen.
Christian: Richtig, zumal Aspen der Ursprung aller Ausdauerrennen ist. Das größte, härteste und bekannteste Rennen. Es gibt hier keine Steigerung!!! Eine echte Herausforderung auch an das Material. Aber da sind wir zum Glück mit Partnern wie Phenix, Leki, Reusch, Alpina und Maplus auf der sicheren Seite. Aber dieses Rennen inmitten der High Society von Amerika bestreiten zu dürfen ist einfach das Größte. Sollten wir von Stürzen verschont bleiben, so wird auch mit uns zu rechnen sein.