Das man nach dem tragischen Tod von Regine Cavagnoud nicht einfach zur Tagesordnung gehen kann, dass zeigten die Reaktionen aller Beteiligten des Riesenslaloms in Copper Mountain.
Mit einer Trauerminute vor dem Start und einem Video auf der großen Leinwand vor dem zweiten Durchgang gedachte man der Super-G-Weltmeisterin, die zuletzt den Riesenslalom in Copper Mountain gewann.

Flemmen trotz tollen Comebacks mit den Gedanken bei Cavagnoud:
Feiern wollte die Siegerin Andrine Flemmen ihr eindrucksvolles Comeback im Riesenslalom, nach einem Kreuzbandriss im letzten Jahr, nicht.
\"Es ist sehr schwer, in Regines Fußstapfen zu treten. Sie stand vor zwei Jahren hier oben auf dem Podest. Es ist deshalb nicht einfach, sich über diesen Titel so richtig zu freuen\", erklärte die Norwegerin.
Nicht nur die Fahrerinnen des französischen Teams starteten mit einem Trauerflor.

Die Spannung löste sich im Ziel:
Cavagnouds Teamkolleginnen zeigten trotz der Belastung eine hervorragende Leistung. Nach dem Rennen löste sich allerdings die Spannung und einige, wie Carole Montillet brachen in Tränen aus.
\"Ich habe sehr viel an sie gedacht und ich bin heute für uns beide und das ganze Team gefahren. Ich wollte unbedingt gewinnen, wie sie es vor zwei Jahren getan hat, aber ich habe dafür zu viele Fehler gemacht\", erklärte die Französin und ergänzte: \"Es ist kein einfacher Moment, es waren harte Tage für das ganze Team, Regine wird für lange Zeit bei uns sein.\"

Die Französinnen mit Herz und Teamgeist:
Man merkte den Französinnen an, dass sie alles daran setzte Regine Cavagnoud zu ehren, indem es eine gute Leistung zeigten. Und sie taten das mit Herz und Teamgeist. Alle Läuferinnen versammelten sich nach ihren Durchgängen im Zielraum um sich gegenseitig aufzumuntern.