Die österreichischen Herren werden derzeit vom Verletzungspech verfolgt. Am Sonntagvormittag erwischte es nun den Abfahrts-Weltmeister. Er stürzte beim Training in der Steiermark auf der Reiteralm (bei Schladming) schwer, musste mit dem Hubschrauber in das Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen werden.

Bruch des Stirnbeins:
Der Sturz beim Freien Fahren hatte verheerende Folgen. Der 33-jährige Oberösterreicher zog sich einen Bruch des rechten Stirnbeins, Abschürfungen im Gesicht, ein Schleudertrauma, Prellungen der linken Schulter und eine Teilverrenkung des Schultereckgelenks zu.

Trinkl fällt mindestens vier Wochen aus:
Der behandelnde ÖSV-Arzt, Dr. Artur Trost, prognostiziert einen Mindestausfall des Weltmeisters von vier Wochen. "Er muss direkt auf das Gesicht gefallen sein\", stellte Trost fest, \"er hatte zwar einen Helm auf, der auch bis zum Schluss am Kopf blieb, trotzdem zog er sich diese schweren Verletzungen zu. Er muss in ein Loch gefahren und ausgehoben worden sein.\" Kurzzeitig war Trinkl sogar bewusstlos. Nach eigenen Angaben habe Trinkl eine Anfahrt auf einen Weg übersehen. Dadurch bekam er einen extrem hohen Luftstand.

Trinkl im Krankenhaus abgeschirmt:
Trinkl, der zunächst wohl leicht verwirrt war, bleibt erst einmal zur Beobachtung im Krankenhaus. Er liegt dort abgeschirmt, nur seine Frau und Abfahrtstrainer Robert Trenkwalder konnten ihn besuchen.

Trenkwalder geschockt:
Nach dem Besuch bei Trinkl sagte der Trainer:\"Es geht ihm den Umständen entsprechend, es schaut leider nicht sehr erfreulich aus\." Der Tiroler bestätigte zudem Trinkl`s Sturzerklärung.\"Das konnte er dann nicht stehen\", sagte Trenkwalder, \"Gott sei Dank hatte er aber einen Helm auf, so hat er keine Kopfverletzungen davongetragen, sondern nur die Verletzungen im Gesicht. An den Sturz selbst kann er sich aber nicht mehr erinnern.\"

Auch Schulter und Knie schmerzt:
Weiteres Ungemach drohte dem Weltmeister von St. Anton zunächst. Eine eingehendere Untersuchung der schmerzenden Schulter und des Knies ergab jedoch zum Glück 'nur' Blutergüsse an beiden Gelenken.