Aspen wartet auf Schnee. Nicht die Schwierigkeiten, die die Organisatoren der Weltcuprennen als Folge der weltpolitischen Lage zu bewältigen haben, bereiten den Verantwortlichen im Nobelort der Rockies Kopfzerbrechen, sondern die "schlechten" Nachrichten der Wetterstationen.
Immerhin hatten alle Teams den Veranstaltern ihre Teilnahme an den Wettkämpfen, die am 22. November beginnen sollen, zugesagt. Indes mangelt es den Rocky Mountains am Wichtigsten - dem weißen Untergrund.

Zeitplan möglicherweise in Gefahr:
Nicht genug, dass die Durchschnittstemperaturen zurzeit weit über dem jahreszeitlichen Mittel liegen, nun müssen die Wettkampfpläne mangels alternativer Strecken möglicherweise neu überdacht werden. Nur eine kältere Wetterperiode könnte eine Verschiebung der Rennen verhindern.

FIS forderte Schneebericht an:
Der Internationale Ski-Verband (FIS) bat am Dienstag die Veranstalter der Rennen in Aspen und Beaver Creek um einen aktuellen Schneebericht, da die Schneekanonen bisher auf Grund hoher Temperaturen nicht angeworfen werden konnten.

Freitag in 10 Tagen ist das kritische Datum:
Die Ausrichtung der Rennen stellte die FIS aber nicht in Frage, da noch genügend Zeit für einen Wetterumschwung sei. Für die Speed-Wettbewewerbe ist die entscheidende Schneekontrolle zehn Tage vor dem entsprechenden Rennen geplant, bei den technischen Events sind es sechs Tage. Das erste "kritische" Datum ist daher erst am Freitag nächster Woche erreicht.

Verlegung nicht möglich - Konsequenz wäre Absage:
Etliche europäische Asse würden eine Verlegung der Rennen nach Europa auf Grund der politischen Situation begrüßen, FIS-Weltcup-Assistentin Sonja Reichen-Platzer hält das aber für ausgeschlossen: "Wenn wir absagen müssen, wird nicht nach Europa verlegt. Zu dieser Jahreszeit ist das wegen der Bedingungen gar nicht möglich."