Ski-Rennfahrerin Regine Cavagnoud erlag am Mittwoch ihren schweren Kopfverletzungen, die sie sich bei einem tragischen Trainingsunfall auf dem Pitztaler Gletscher am Montag zugezogen hatte. Die 31-jährige Super-G-Weltmeisterin aus Frankreich war während eines Trainingslaufes frontal mit dem DSV-Trainer Markus Anwander zusammengeprallt.

Im Innsbrucker Krankenhaus verstorben:
Direkt nach dem Unfall waren die beiden Verletzten am Montag mit dem Hubschrauber in die Universitätsklinik Innsbruck eingeliefert worden. Cavagnoud wurde noch am selben Abend vier Stunden operiert. Neben den schweren Gehirnverletzungen hatte sie weitere Kopfverletzungen erlitten. Rippenbrüche, ein gebrochener Arm und innere Verletzungen führten zu dem lebensbedrohlichen Gesamtzustand. Entgegen ersten Vermutungen trug die Französin auf der Todesfahrt allerdings doch einen Helm.

Zweiter tödlicher Skiunfall seit 1994:
Seit dem Tod der Österreicherin Ulrike Maier, die 1994 auf der Rennpiste in Garmisch-Partenkirchen verunglückte, ist dies der zweite tötliche Unfall in der jüngeren Geschichte des Damen-Weltcups.

Erfolgreiche Athletin:
Cavagnoud belegte noch am vergangen Samstag beim Weltcup-Auftakt in Sölden den dritten Platz im Riesenslalom. Schon 1997 hatte die Französin WM-Silber im Super-G geholt. Der Titelgewinn bei der WM 2001 in St. Anton war die Krönung ihrer sportlichen Laufbahn. In den beiden letzten Jahren hatte das französische Ski-As zweimal den ditten Rang im Gesamt-Weltcup errungen. Acht Weltcup-Siege stehen für Regine Cavagnoud zu Buche.