Regine Cavagnoud starb am 31. Oktober 2001 an den Folgen eines tragischen Zusammenstoßes mit dem DSV-Trainer Markus Anwander zwei Tage zuvor. Während eines Trainingslaufes waren die Französin und der Deutsche frontal zusammengeprallt. In der Unfallklinik Innsbruck verloren die Ärzte schließlich den Kampf gegen die schweren Kopfverletzungen der Athletin.

Tragischer Unfall:
Anwander war bereits auf der Piste, wollte dort die Rennstrecke präparieren, als Cavagnoud, die dennoch auf die Strecke geschickt worden war, mit hohem Tempo in den 40-jährigen Garmisch-Partnenkirchener raste. Ein tragisches Kommunikationsproblem zwischen den gemeinsam auf dem Pitztaler Gletscher trainierenden Teams des DSV-Nachwuchses und der französischen A-Mannschaft.

Erfolgreiche Saison 2000/2001:
Für die 31-jährige Französin war die Saison mehr als gut verlaufen. Der Auftakt-Super-G in Aspen hielt nur den 2. Platz für sie bereit, doch sowohl in Val d´Isère, in Haus, als auch in Cortina d´Ampezzo wurde sie Erste. Die Krönung kam in St. Anton. Während Rivalin Renate Götschl zur großen Enttäuschung der österreichischen Fan´s durch einen Sturz ausschied, fuhr Cavagnoud mit Bestzeit schnurstracks zum Super G-Weltmeistertitel. Für sie war die Saison 2000/2001 die beste ihrer über 10-jährigen Weltcup-Geschichte. Schon ein Jahr zuvor hatte sie sich im Super-G bemerkbar gemacht und lag in der Wertung letztlich auf Rang 3.

Verdiente Kristallkugel:
Die Französin aus La Clusaz hatte Ende der achtziger Jahre bereits mehrere schwere Verletzungen an Schulter und Knie verkraften müssen. Die Kristallkugel für den Gewinn der Super-G-Disziplinenwertung am Ende des zurückliegenden Winters war die verdiente Bestätigung ihres Könnens. Einletzter Triumph, gefolgt von einem starken Abschied. In Sölden belegte sie im Riesenslalom den dritten Rang beim Saison-Auftakt zum olympischen Winter.

Das Unfassbare:
Dann geschah das Unfassbare. Der Tod ereilte Regine Cavagnoud am Hang. Sie wird der alpinen Skiwelt immer in bester Erinnerung bleiben. Es gibt keine passenden Worte für diesen Verlust. Es starb nicht nur die Sportlerin, es starb vielmehr ein liebenswerter Mensch.