Bei strahlendem Sonnenschein haben die Herren die alpine Skisaison mit dem ersten Durchgang des Riesenslaloms auf dem Gletscher in Sölden (Ötztal/Österreich) eröffnet.
Der Norweger Lasse Kjus zeigte auf dem anspruchsvollen Parcour die beste Vorstellung. Er führt mit 1:07:50 Min. vor dem überraschend stark fahrenden Franzosen Frederic Covili (1:07:80 Min.) und dem amtierenden Riesenslalom Weltmeister Michael von Grünigen aus der Schweiz (1:08:09 Min.).

Kjus wählt die beste Linie:
Der erfahrene Norweger nutzte seinen Vorteil als erster Fahrer auf die Rennstrecke gehen zu können. Zudem wählte er beim anspruchsvollen Übergang am Steilhang eine gewagt enge Linie, die sich aber letztendlich als die schnellste Lösung herausstellte.

Alois Vogl verpasst den "Cut":
Nur fünf hundertstel Sekunden fehlten dem einzigen deutschen Teilnehmer Alois Vogl am Ende zum Erreichen des Finallaufes der besten 30 Fahrer. In der Zeit von 1:09:90 Min. erreichte Vogl das Ziel. Damit belegte er in der Gesamtwertung des ersten Durchgangs Platz 32.

Österreicher bislang nicht überzeugend:
Das Fehlen von Österreichs Superstar Hermann Maier ließ sich aus Sicht der Gastgeber nicht kompensieren. Nur Benjamin Raich (Platz 4), Andreas Schifferer (Platz 5) und Stefan Eberharter (Platz 7) befinden sich unter den Top-15. Das ist für die erfolgsverwöhnten Österreicher eine eher magere Zwischenbilanz.

Stimmen:
Alois Vogl: "Ich bin ein wenig enttäuscht. Ich bin knapp an der Qualifikation für Lauf 2 vorbeigefahren. Ich habe leider zwei Fehler im unteren Abschnitt gemacht. Das war die Finalteilnahme."

DSV Cheftrainer Martin Osswald: "Der Riesenslalom ist quer durch alle DSV-Kader eine Problem-Disziplin. Wir arbeiten hart ein einer Verbesserung der Situation."