Ein kräftiges Lebenszeichen hatten die deutschen Herren bereits gegen Ende der letzten Skisaison von sich gegeben. Die WM-Bronzemedaille von Shootingstar Florian Eckert gilt es nun zu bestätigen. Cheftrainer Martin Osswald spornt seine Mannen jedenfalls schon vor Beginn des olympischen Winters zum Erfolgsdenken an.

Erfolgstrainer kreiert Siegertypen:
Martin Osswald gilt als einer der erfolgreichsten Trainer im alpinen Weltcup. In seiner über 25-jährigen Trainerkarriere hat er zahlreiche Weltmeister und Weltcupsieger betreut. Auch den Norwegern verhalf der 1950 geborene Cheftrainer der DSV-Herren bis zum vergangenen Jahr noch zu Glücksgefühlen auf dem Siegerpodest. Mit Martin Osswald hat ein erfahrerner Coach in der Saison 2000/2001 das Ruder bei den Herren erneut übernommen. Ihm zur Seite stehen die beiden Disziplinen-Trainer Florian Beck (Techniker) und Hans Flatscher (Speed), die den kleinen Kader der Deutschen nun konsequent in die Erfolgsspur zurückbringen wollen.

Shootingstar Eckert:
Der Bulle von Tölz wird er genannt. Die Medienvertreter jubeln über seine unkonventionelle Art im Umgang mit der Presse und die Trainer sehen in Eckert zurecht einen Rohdiamanten. Florian Eckert schaffte mit seinem sensationellen dritten Platz bei der WM in St. Anton den Durchbruch in den Kreis der Elite-Abfahrer und wird für seine tollen Ergebnisse in der vergangenen Saison nun mit einem Startplatz in der ersten Startgruppe belohnt.

Das Team:
Neben dem jungen Supertalent stehen mit Stefan Stankalla und Max Rauffer zwei weitere "schnelle Jungs" im Starthäuschen. Beide konnten von der guten Stimmung im Team profitieren und zeigten, von Verletzungen allerdings teilweise gebremst, ebenfalls ansteigende Form. Mit etwas Glück könnte das Abfahrtsteam in diesem Wettkampfjahr gleich im Dreierpack in die Weltcuppunkte rasen.
Im technischen Bereich liegen alle Hoffnungen einmal mehr auf Markus Eberle. Der Oldie kämpft jedoch seit geraumer Zeit mit diversen Verletzungen und ist daher nicht immer voll einsatzfähig. Mit Alois Vogl kehrt dafür ein weiterer Langzeitverletzer auf die Piste zurück und füllt damit eine offensichtliche DSV-Lücke in diesem Bereich.

Um Anschluss bemüht:
Für Andreas Ertl, Marco Pastore, Thorsten Götze und Christian Praßberger kann es in erster Linie nur um den Anschluss an die besten Weltcupfahrer gehen. Wie weit das Trainergespann die Schützlinge schon auf diesem Weg nach vorne gebracht hat, wird der Winter zeigen müssen.