Irgendwann kommt diese Entscheidung für alle Athleten an die Tagesordnung. Die verschiedensten Motive gehen wohl den Athleten durch den Kopf, in den wenigsten Fällen fällt die Entscheidung ganz leicht. Verletzungen, fehlende Erfolge, Unzufriedenheit, fehlende Perspektiven sind leider oft der Grund für diesen Entschluss. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, die den richtigen Zeitpunkt treffen. In allen fällen aber nehmen die Athleten einen neuen Lebensabschnitt in Angriff. Auch in diesem Winter werden wir einige bekannte Namen nicht auf den Startlisten sehen. Hier ein sicher unvollständiger Auszug:

Bibi Perez
Die 31jährige Italienerin hat sich im Frühjahr entschieden, den olympischen Winter nicht mehr in Angriff zu nehmen. Bibi hat sich im Training in Bormio im Dezember des letzten Jahres den Unterschenkel gebrochen. Zu Bibis größten sportlichen Erfolgen zählte ein Sieg in der Kombination in Lillehammer 1993.

Didier Plaschy
Auch Didier Plaschy (Varen/Schweiz) hat sich entschieden, vom Spitzensport zurückzutreten. Plaschy wurde im Frühjahr nach einer resultatmässig unbefriedigenden Saison von der Nationalmannschaft ins Regionalkader zurückgestuft. Didier Plaschy gewann in der Saison 1999/2000 in Vail und Kranjska Gora zwei Slalom- Weltcuprennen. Im Jahr zuvor schaffte er es beim Slalom von Kitzbühel auf den zweiten Rang. In der Slalom-Gesamtwertung belegte Plaschy in diesen beiden Jahren jeweils den 8. Schlussrang. In der letzten Saison verzeichnete Plaschy mit dem 16. Rang in Schladming nur einziges zählbares Resultat. Nach zwölfjähriger Mitgliedschaft in der Mannschaft will sich der 28-jährige nun beruflich weiterbilden.

Céline Dätwyler
Die Schweizerin Dätwyler bestritt die letzte Saison im A-Kader und wurde für die neue Saison ins Regionalkader zurückgestuft. Nach einer Verletzung am rechten Knie im Januar 2000 hat sie alles daran gesetzt, wieder an die Spitze zu kommen. Eine weitere Verletzung im März dieses Jahres vereitelte dieses Vorhaben. Aus diesem Grund beschloss Dätwyler, ihre Sportlerkarriere zu beenden. Céline Dätwyler wurde 1991 und 1992 zweimal Juniorenweltmeisterin in der Abfahrt.

Karin Roten
Eine Saison nach ihrem Comeback hat sich Karin Roten Meier aus Leukerbad/Schweiz entschieden, vom Spitzensport zurückzutreten. Die Walliserin war im letzten Herbst nach einer einjährigen Mutterschaftspause in die Nationalmannschaft zurückgekehrt. In ihrer Doppelfunktion als Mutter und Athletin schaffte sie den Anschluss an die Spitze nicht mehr. Ihre beste Klassierung der Saison war ein 15. Rang.
Drei WM-Medaillen als Höhepunkte
Karin Roten Meier begann ihre Weltcupkarriere 1993 in Are, wo sie als 17-jährige zum ersten Mal im Weltcup startete. Den Durchbruch schaffte sie in der Saison 1995/96. In Kvitfjell gewann sie mit dem Slalom ihr erstes Weltcuprennen und an den Weltmeisterschaften in Sierra Nevada holte sie die Silbermedaille im Riesenslalom. Ein Jahr später an den Weltmeisterschaften in Sestriere war Karin Roten Meier noch erfolgreicher: Silber im Riesenslalom und Bronze im Slalom. Insgesamt gewann sie drei Weltcuprennen und war viermal Schweizer Meisterin.

Ski2b wünscht viel Glück!