Die Geschicke eines 17-tägigen Internationalen Sport Ereignisses schrumpfen zur Bedeutungslosigkeit im Angesicht der unglaublichen Anschläge in Washington, New York und den tragischen Verlusten am letzten Dienstag.

Stimmungswechsel möglich:
Salt Lake City, heute nur noch fünf Monate von dem globalen Ereignis entfernt, welches in den vergangen sechs Jahren in allen Köpfen war. Es ist nur natürlich sich zu fragen, ob der 11. September 2001 sich als das Datum des ultimativen Stimmungswechsels hinsichtlich der Winter Olympiade 2002 herausstellen wird.

Zäsur in der Geschichte:
Wenn es keine Übertreibung ist zu behaupten, wie schon einige Amerikaner es taten, den Angriff von Dienstag als Pearl Harbor im Zeitalter des Terrorismus zu betiteln - der Hauptunterschied ist, dass die Täter diesmal nicht so eindeutig zu bestimmen sind, wie es Japan vor 60 Jahren war - so könnte Dienstag der erste Tag in einer Periode internationaler Spannung werden, welche die Olympischen Spiele im kommenden Februar als äußert unwillkommen erscheinen lassen könnten. Schließlich hat Krieg schon so manche Spiele verschlungen.

Beispiele aus der Vergangenheit:
Die Spiele von 1916, sollten in Berlin stattfinden, wurden auf Grund des Ersten Weltkrieges abgesagt. Und die Olympiaden von 1940 und 1944, sowohl Winter als auch Sommer, fanden wegen des Zweiten Weltkrieges nicht statt.
Die Olympischen Spiele, erdacht als Katalysator der Internationalen Freundschaft und Verbundenheit durch Sport, können nicht mit Krieg koexistieren. Dennoch, vor ungefähr sechs Dekaden träumten einige Idealisten, dass sie es könnten.

Trotz Terror - Kraft der olympischen Bewegung:
Die Olympischen Spiele stechen also nicht den Krieg aus, trotzdem überlebten Sie terroristische Anschläge. Zweimal starben Menschen während Olympischer Sommer Spiele, 1972 und 1996 durch terroristische Anschläge und beide Male wurden die Spiele fortgesetzt. 1972 in München, töteten palästinensische Terroristen 11 Israelis, dennoch erklärte Brundage das die Spiele weiter gehen müssen. 1996 explodierte eine Bombe in Atlanta im Centenial Olympic Park und riss einen Menschen in den Tod. Die Spiele gingen weiter.

Immer wieder Unglücke:
Nur zwei Tage vor der Eröffnung der Olympiade in Atlanta stürzte der TWA Flug 800 nach dem Start in New York in den Atlantik. 230 Leute starben. Die Olympischen Spiele blieben unbeeinflusst von den frühen Spekulationen eines Bomben- oder Raketenattentats durch Terroristen.

Am Scheideweg:
Falls die Dienstags-Angriffe sich in den nächsten fünf Monaten als einzelner Terrorakt darstellen, ungeachtet der unbegreiflichen Ausmaße, werden sich wohl die tapferen Worte, die Olympiade werde ungehindert stattfinden, bewahrheiten. Sollten jedoch die Geschehnisse gemäß dem ersten “Pearl Harbor“ folgen, dann werden die Spiele zu den ersten Opfern zählen.