Maier war zur Zeit des Unfalls mit rund 80 km/h unterwegs.

Die Polizei hat ihre umfangreichen Ermittlungen an der Unfallstelle mittlerweile abgeschlossen. Nach der Zeugenbefragung und verschiedener Vermessungsarbeiten kommt immer mehr Licht ins Dunkel. Ungeklärt ist nach wie vor die Schuldfrage.

Mercedesfahrer wollte links abbiegen:
Der Rentner Wolfgang S. aus Riemerling in Bayern wollte in Richtung Schladming fahren, verfuhr sich aber und war wie Maier in Richtung Altenmarkt unterwegs.

Dann bog er rechts nach Radstadt ab, drehte jedoch sofort wieder um und fuhr wieder auf die Hauptstraße, wo er - etwa 20 Meter später - nach links abbiegen wollte, um wieder auf die Fahrbahn in Richtung Schladming zu kommen.

Maier nicht zu schnell:
Nach Aussagen des stellvertretende Postenkommandanten der Gendarmerie Radstadt, Josef Hessenberger, war Hermann Maier mit ca. 80/kmh unterwegs (im Rahmen des dortigen Tempolimits). Er überholte gerade zwei vor ihm fahrende Autos, als er den überraschenden Abbiegevorgang des Deutschen sah. Damit konnte Maier nicht rechnen. Für eine Bremsung war es indes zu spät. Maier hat dann den Kotflügel des Mercedes touchiert und wurde über die Straße geschleudert.

Staatsanwaltschaft muss Schuldfrage klären:
Kein Urteil kann Hessenberger über die Schuldfrage abgeben. \"Damit beschäftigt sich die Bezirks-Staatsanwaltschaft und das Bezirksgericht\", erklärte er.
Die Klärung der Schuldfrage könnte schwierig werden, weil die Kreuzungs-Situation am Unfallort sehr komplex ist.

Fragen bleiben:
So sei laut Hessenberger fraglich, ob der Deutsche, bevor er nach Radstadt eingebogen ist, ein für die Hauptstraße Richtung Altenmarkt geltendes Links-Abbiege-Verbot gesehen habe.

Unklare Situation:
Wolfgang S. sei jedenfalls nach rechts abgebogen, habe sofort wieder umgedreht und sich einem Rechtsabbiege-Gebot folgend wieder auf der Hauptstraße eingereiht. Dort hat er aber sofort abgebremst und versucht, links abzubiegen, um eben wieder in Richtung Schladming fahren zu können. Dieses Manöver hat dann zum Unfall geführt. Zu klären bleibt deshalb, ob das Rechts-Abbiege-Gebot auch noch für die Stelle gelte, an der der Deutsche dann links abbiegen wollte.

Zwischen der Kreuzung mit dem Rechts- Abbiege-Gebot und der Stelle, an der der Deutsche Tourist, der am Sonntag wieder in Richtung Deutschland gefahren ist, nach links abbiegen wollte, liegen rund 20 Meter.

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