Der ehemalige US Abfahrts-Star Bill Johnson ist nach seinem schweren Skiunfall auf dem Wege der Besserung. Der 41-Jährige ist mittlerweile aus dem künstlichen Koma erwacht. Das bestätigte Dr. Molly Hoeflich im Providence Medical Center von Johnsons Heimatstadt Portland. Der 41-jährige Amerikaner kann Bewegungen wieder selbstständig ausführen, beantwortet nach Angaben seiner Mutter Fragen mit Kopfnicken, hält Augenkontakt zu seinen Gesprächspartnern.

Transfer nach Portland fand Mittwoch statt:
Der Abfahrtsolympiasieger von Sarajevo (1984) war am Mittwoch per Flugzeug vom Kalispell-Hospital im US-Bundesstaat Montana zurück nach Oregon transportiert worden und ist auch von seinem Trainer John Creel und dessen Frau besucht worden. Der Coach war im Zielbereich, als Johnson am 22. März im Training für die alpinen US-Meisterschaften in Whitefish auf der eisigen Piste mit dem Kopf voran gestürzt war.

Schwere Verletzungen:
Dabei hatte Johnson schwere Gehirnverletzungen (Schädel Hirntrauma) sowie Arm- und Beinbrüche erlitten. Zudem biss er sich die Zunge durch. Bereits in den nächsten Tagen soll nun ein Rehabilitations-Programmm beginnen.

Unfall stoppt Comeback-Versuch:
Johnson, der in seiner Karriere drei Weltcup-Abfahrten und 1984 sensationell Olympia-Gold gewann, war erst Anfang der Saison nach elfjähriger Pause in den Wettkampfsport zurückgekehrt und wollte sich nach eigenen Angaben für die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City qualifizieren.