Trotz der Sturzserie der amerikanischen Ski-Asse bei den internationalen US-Meisterschaften in Whitefish (Montana), bei der sich der Altstar Bill Johnson lebensgefährlich verletzte und Jona Mendes sich wenige Tage später den Fuß brach, gab es auch über sportliche Leistungen zu berichten. Sarah Schlepper gewann den Slalom der Damen und Eric Schlopy siegte deutlich in der Herrenkonkurrenz.

Blonder Engel im Stangenwald nicht zu bremsen:
Sarah Schleper gilt innerhalb des Skizirkus ob ihres langen, wallenden Haares als Engel unter den Athletinnen. Im Stangenwald zeigte sie auch bei den US-Meisterschaften indes wieder eine teuflisch gute Vorstellung und siegte in der Gesamtzeit von 1:27.90 Min. vor Tasha Nelson (1.29.41 Min.) und der Schwedin Pernilla Wiberg (1.29.55 Min.).

Eric Schlopy legte die Siegspur:
Casey Puckett (Startnummer 24) war quasi schon vor dem Start ein geschlagener Mann. Starker Schneefall hatte den Slalom der Herren bereits vor dem ersten „Tanz“ durch die Stangen zum Nummernrennen werden lassen. Demnach hatte Erik Schlopy, der als erster Fahrer in den Parcours geschickt wurde, die besten Karten. Er nutzte seine Chance souverän und siegte in der Gesamtzeit von 1.29.46 Min. vor Puckett (1.30.52 Min.) und Sacha Gros (1.31.22 Min.). „Ich wollte nur einen soliden Wettkampf zeigen“, gab sich Schlopy nachher bescheiden. „Ich wusste, dass ich mit einer guten Linie und der Startnummer 1 eine echte Chance auf den Titel habe.“ Mit Schlopy siegte wohl auch der richtige Mann, denn immerhin bedeutete sein zweiter Platz im italienischen Bormio im Dezember das beste amerikanische Ergebnis in dieser Disziplin seit 18 Jahren.