Die Schweizer Meisterschaften in St. Moritz stellten für den entlassenen Frauen-Chef Hans Pieren gleichzeitig das Ende seiner Tätigkeit in diesem Amt dar. Auf der letzten Mannschaftsführersitzung der Trainer des Skiverbandes (Swiss-Ski) wurde er insbesondere von Herren-Chef Dieter Bartsch mit Applaus und schelmischem Wortwitz verabschiedet. "Der Entscheid war für mich unverständlich. So etwas hast Du nicht verdient", sagte Bartsch. "Ich bedaure es sehr, einen Kollegen, mit dem ich ausgezeichnet zusammenarbeiten konnte, zu verlieren und hoffe, dass Du dem Skisport erhalten bleibst." Mit einem Augenzwinkern fuhr er dann fort: "Das einzige, was mich an Dir geärgert hat, war, dass Du mehr Erfolge hattest."

Gute Bilanz der Damen:
Die Frauen gewannen acht Weltcuprennen, die Männer nur drei. Der Entlassung des Erfolgstrainers ging ein Disput mit dem Präsidenten voraus.

Zusammenarbeit endet am ersten April:
Der 39-jährige gebürtige Adelbodener, der selber zwischen 1982 und 1993 im Schweizer Herren-Team auf Weltcup-Punktejagd ging, hatte am 17.03. 1999 die Arbeit als Damenchef aufgenommen, seinen Vertrag im Frühling 2000 in Abstimmung mit der Swiss-Ski verlängert. Nun endet die Zusammenarbeit zum 01.04.2001, Pieren hatte eigentlich die Fortführung des Amtes für 2 weitere Jahre geplant, die Kündigung kam für den Vater von Zwillingen völlig überraschend. Als Grund gab Direktor Mudry eine unterschiedliche Auffassung bezüglich der Personalpolitik und zudem in der Wortwahl zu aggressive Briefwechsel und Schriftstücke seitens Pierens an den Verband an. Hans Pieren indes kann diese Begründungen nicht nachvollziehen.