Zum Ende der Wintersaison werden die Wetterbedingungen für Skirennen nicht besser. Die am kommenden Wochenende geplante Carving-Doppelveranstaltung in Grindelwald in der Schweiz fällt wegen der schlechten Wetterverhältnisse ins Wasser. Die FIS hat ihr Carvingcup-Rennen, das am 1. April stattfinden sollte, abgesagt. Eine Ersatzveranstaltung ist bislang nicht vorgesehen. Auch die Wettkämpfe der Schweizer Carving-Rennserie `Swiss Carving Days´, die für den 1. und 2. April in Grindelwald geplant waren, fallen aus.

Der FIS-Carvingcup 2000
In dieser Saison war es soweit, die FIS hatte sich dem Carving verschrieben. Zum ersten Mal veranstalten die Schweiz, Italien, Deutschland, Frankreich und Slovenien eine gemeinsame Rennserie im Carving, den FIS-Carving Cup 2000. Das in Grindelwald-First vorgesehene zehnte Rennen sollte das Finale der neuen Wettkampserie sein.

Carving-Nation Italien räumt Pokale ab
Nach aktuellem Stand ist die Siegernation des diesjährigen ersten FIS-Carvingcup mit Abstand Italien (3759,5 Punkte), gefolgt von der Schweiz (1426,5 Punkte) und Österreich (1218 Punkte). Deutschland folgt auf Platz vier mit 613,5 Punkten. Das Head Carvingteam gewann die Teamwertung.

Bei den Herren kann der Schweizer Ignaz Ganahl seinen Rückstand von nur sechs Punkten gegenüber Stefano Mantegazza nun nicht mehr aufholen und wird damit hinter dem Italiener Zweiter der Herren, gefolgt von Attilio Barcella (ITA) auf dem dritten Platz. Erster Deutscher ist Franz Retzer auf Platz 18.

Die Gewinnerin des ersten FIS-Carvingcup ist Laura Gianera aus Italien. Auch die Schweizerin Annik Bonzon-Anner, die in der Gesamtwertung nach dem letzten Rennen in Todtnau nur 4 Punkte zurückliegt, erhält nun keine Gelegenheit mehr zum Sieg. Der dritte Platz geht ebenfalls nach Italien an Chiara Ottone. Die Plätze 10, 11 und 12 belegen die Deutschen Petra Messerer, Astrid Sturm und Sandy Fiebiger.

Für jedes der insgesamt neun Rennen wurden Preisgelder in Höhe von 15.000 Schweizer Franken ausgeschrieben. Für den ersten Platz gab es bei den Herren 3000 Sfr, bei den Damen 1.200 SFr und für das erste Team ebenfalls 1.200 SFr.

Das war`s!
Mit der Absage des FIS-Carvingcup-Finales in Grindelwald findet diese erste internationale - oder zumindest europäische - Carving-Wettkampfserie ein eher unspektakuläres Ende. Dennoch ist dies ein vielversprechender Anfang für das Carving auf dem Weg zu einer eigenständigen Wettkampf-Disziplin.

Swiss Carving Days
Da die Startplätze an den FIS-Carvingcups begrenzt sind und sich die Race-CarverInnen immer wieder neu qualifizieren müssen, wurde mit den `Swiss Carving Days´ in der Schweiz auch eine nationale Rennserie durchgeführt. Abgestimmt auf die Termine der FIS-Carvingcups fanden die sechs nationalen Rennen jeweils samstags oder sonntags statt. Die Teilnehmer erhielten ein Preisgeld zwischen 3.000 und 5.000 Franken je Rennen und zusätzlich attraktive Sachpreise. Das Finale sollte ebenfalls an diesem Wochenende in Grindelwald stattfinden, bevor das Wetter auch der Schweizer Rennserie ein ungewolltes Ende setzte. Schweizer Carvingmeister sind damit Annik Bonzon-Anner bei den Damen und Ivan Eggenberger bei den Herren.