Die nationalen US-Skimeisterschaften in Whitefish (Montana) endeten nun auch für die 21-jährige U.S.- Rennläuferin Jonna Mendes im North Valley Krankenhaus. Sie brach sich am gestrigen Mittwoch im 2. Durchgang des Damenslaloms nach einem Sturz vier Tore vor dem Ziel den rechten Fuß.

Lange Zwangspause für Mendes:
U.S. - Ski Team Chirurg Dr. David Soba musste in einer Operation den Tallusknochen der Amerikanerin (er fixiert Knöchel und Fußgelenk) mit 2 Schrauben stabilisieren. Soba legte fest, dass Mendes, die am Samstag ihren 22. Geburtstag feiern wird, ca. 4-6 Monate auf Training verzichten muss. Gut 6 Wochen darf das US-Girl nun ihren Fuß keinerlei Belastungen aussetzen.

Zuvor Sieg im Riesenslalom:
Für die gebürtige Kalifornierin endeten die für sie bis dahin sehr erfolgreichen Wettkämpfe auf dramatische Weise. Gut 15 Minuten lag die Zweite des Super-G und Dritte der Abfahrt nach ihrem Einfädler auf der Piste, ehe sie mit dem Rettungsschlitten unter Tränen abtransportiert wurde. Die Speed-Disziplinen Spezialisten hatte noch am Dienstag die Fachwelt überrascht, als sie sich den US-Meistertitel im Riesenslalom sicherte.

Altstar Johnson im Koma:
Im Vorfeld der US-Meisterschaften hatte sich der Abfahrts-Olympiasieger von 1984 Bill Johnson bei einem Trainingssturz lebensgefährliche Kopfverletzungen und Brüche zugezogen. Der 40-jährige Altstar wollte sich mit seinem Comeback für die Winterspiele 2002 in Salt Lake City qualifizieren. Nun liegt er im Krankenhaus von Kalispell im Koma und die Ärzte ringen um sein Leben.

Weiterer Ex-Abfahrer im Koma:
Nordamerika ist derzeit kein gutes Pflaster für die Ex-Skistars. Der Kanandier Dave Irvin (46 Jahre) stürzte ebenfalls in der vergangenen Woche beim Training zu einem Abfahrtsrennen in Sunshine Village (nahe Banff) und befindet sich seitdem im künstlichen Koma: "Sein ganzes Gehirn ist geprellt oder gequetscht", berichtete die behandelnde Ärztin Dr. Ann Kirby am Montag im Foothills Hospital von Calgary: "Es ist für uns schwer, exakt vorauszusagen, wie er sich auf lange Sicht entwickeln wird." Erste seriöse neurologische Prognosen seien wohl frühestens in 6 Wochen möglich.

Freund Podborski optimistisch:
Irvins Freund Steve Podborski, der ebenfalls zu den damals verwegenen "Crazy Canucks" der 70er und 80er Jahre gehörte, wachte wie die Familie am Bett seines früheren Teamgefährten. "Steve wird es packen. Für das Abfahren war er noch nicht zu alt. Er ist ein toller Skifahrer und wusste was er tat. Ich glaube an seinen Kampfgeist."

Sturz bei nur 40 km/h:
Irving trug bei dem Trainingslauf zu einem Skier-Cross Wettkampf, bei dem jeweils 4 Fahrer gleichzeitig einen Abfahrt mit kleineren Sprüngen im k.o. - System bestreiten, einen Helm. Er stürzte laut Rennmanager Fred Bosinger auf einem einfachen Streckenabschnitt mit nur 40 Km/h.