Der US-Abfahrts-Olympiasieger von 1984 liegt nach seinem dramatischen Trainings-Sturz auf der Abfahrtsstrecke des Big Mountain Resort /Montana am vergangenen Donnerstag weiterhin im Koma.

Zweite stabile Nacht:
Jim Oliverson, der Sprecher des Kalispell Regional Medical Center, sprach noch am späten Samstag (Ortszeit) von einem „ ... sehr kritischen Zustand. Wir sind immer noch dabei, abzuwarten und ihn zu beobachten...es hat uns Mut gemacht, dass er eine zweite stabile Nacht verbracht hat. Wir befinden uns in einem Zeitrahmen von 24-48 Stunden, in dem ein Abschwellen des Gehirns erwartet wird, so dass der Neurochirurg ihn erneut untersuchen kann.“

Comeback endete mit kapitalem Sturz:
Der 40-jährige Bill Johnson wollte am vergangenen Wochenende im Rahmen der nationalen alpinen Skimeisterschaften der USA 11 Jahre nach seinem Karriere-Ende sein Comeback als Abfahrer feiern. Sein großes Ziel galt den Olympischen Spielen in Salt Lake City, die im kommenden Jahr in Snowbasin/Utah ein US-Heimspiel bedeutet hätten. Doch beim Training verlor der Mann, der auf seinem Oberarm ein Tatoo mit der Aufschrift „Ski to die“ (skifahren, um zu sterben) trägt, die Kontrolle, kam mit über 80 Stundenkilometern zu Fall, rutschte auf dem Bauch über die vereiste Piste und durchschlug, während er sich mehrfach überschlug, zwei Fangzäune.

Schädel-Hirntrauma und Schnittwunden:
Der Hubschrauber brachte den verunglückten Athleten mit schweren Schädelverletzung und Schnittwunden an Armen und Beinen direkt in die 30 Kilometer entfernte Klinik. Neben starken Blutungen, die auch in der Lunge bekämpft werden mussten, wurde dem künstlich beatmeten Johnson auch die Zunge wieder angenäht, die er sich beim Aufprall durchbissen hatte.