Mit seinen überraschenden Comebackplänen hatte der Amerikaner Bill Johnson vor einiger Zeit für Aufsehen gesorgt. Nun macht er erneut Schlagzeilen. Im Vorfeld der am Wochenende geplanten nationalen alpinen Skimeisterschaften stürzte der 40-jährige Ex-Olympiachampion bei einem Traininglauf in Whitefish (US-Bundesstaat Montana) schwer.

Schädelhirntrauma erlitten:
Johnson hatte auf halber Strecke die Balance verloren und war in einer Rechtskurve von der Piste abgekommen. Mit ca. 80 km/h durchbrach er zwei Fangzäune und zog sich dabei Kopfverletzungen und zahlreiche Schnittwunden zu. Nach einer 4-stündigen Not-Operation im medizinischen Zentrum von Kalispell (ca. 32 km entfernt) bezeichneten die Ärzte seinen Zustand als kritisch, es bestünden aber gute Hoffnungen auf baldige Besserung. Zur Zeit liegt der Sportler noch im Koma.

Das Aus für sein Comeback:
Bill Johnson hatte 1984 die Olympia-Abfahrt der Winterspiele in Sarajevo gewonnen und plante ein spätes Comeback nach 11-jähriger Wettkampfpause. Im November vergangenen Jahres hatte er mit dem Training für seinen großen Traum begonnen: die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City.