Der Spitzname brachte Glück: beflügelt von der Olympiastrecke „wilde Blume“ (Wildflower) fuhr die „wilde Hilde“ am Donnerstag auf einen sensationellen 3. Platz. Den ersten der zwei Abfahrtsläufe in Snowbasin/Utah (USA) gewann allerdings die Amerikanerin Picabo Street, vor Michaela Dorfmeister (AUT). Zweitbeste deutsche Athletin im Abfahrtsrennen der Nor-Am-Serie (einem Gegenstück zum Europacup) war Martina Ertl, die den 11. Platz belegte, vor Sybille Brauner auf Platz 20 und Petra Haltmayr auf Platz 26. Regina Häusl`s geplantes Comeback missglückte: sie schied aus.

Immer wieder das Wetter:
Das ursprünglich für Freitag geplante Rennen musste, wie schon des öfteren, wegen schlechter Wettervorhersagen einen Tag vorverlegt werden. Schon die geplanten Weltcup-Abfahrten der Herren im Februar, von denen eine als Ersatz für das ausgefallene Lauberhornrennen (Schweiz) dienen sollte, und ein Super-G, mussten abgesagt werden. Statt Schneeüberschuss wie bei den Herren, hatten sich die Damen im Jahr zuvor akutem Schneemangel geschlagen geben müssen. Auch sie waren umsonst in die USA gereist.

Chance genutzt:
Die dreimalige Juniorenweltmeisterin Maria Riesch nutzte die Abwesenheit der deutschen Spitzenfahrerinnen und holte sich am Donnerstag bei den „Internationalen deutschen Ski-Alpin Meisterschaften“ im österreichischen Zauchensee den Titel der Deutschen Meisterin. Das erst 16 Jahre alte Nachwuchstalent des DSV siegte vor Christiane Bauer aus Oberammergau und Ellen Hild aus Königssee.

Erfolge am laufenden Band:
WM-Bronzemedaillengewinner Florian Eckert fügte seiner Erfolgsliste noch einen Stichpunkt hinzu. Er wurde mit einer Zeit von 1.24.66 Minuten deutscher Abfahrts-Meister. Der deutsche Senkrechtstarter der Saison verwies den Amerikaner Craig Branch (1.24.99) und den deutschen Max Rauffer (1.25.02 Min) auf die Plätze 2 und 3.