Nach stundenlanger Ungewissheit, fand heute gegen 15.30 Uhr der Super G der Damen in Åre doch noch statt. Die Schweizerin Corinne Rey-Bellet (01.09.52 Min) gewann das Finale vor der Kanadierin Mélanie Turgeon (01.10.21 Min) und der Favoritin Régine Cavagnoud (01.10.27 Min).

Schnelle Gewissheit:
Die Super G-Kristallkugel war der Französin Cavagnoud bereits nach Renate Götschls Lauf sicher. Denn um die Disziplinen-Wertung doch noch für sich zu entscheiden, hätte die Österreicherin den ersten Platz erreichen müssen. Zudem hätte ihre Konkurrentin Cavagnoud eine schlechtere Plazierung als den 14. Platz erzielen müssen, was ohnehin recht unwahrscheinlich gewesen wäre.

Erfolgreiche Saison 2000/2001:
Für die 30-jährige Französin war die Saison mehr als gut verlaufen. Der Auftakt-Super G in Aspen hielt nur den 2. Platz für sie bereit, doch sowohl in Val d´Isère, in Haus, als auch in Cortina d´Ampezzo wurde sie Erste. Die Krönung kam in St. Anton. Während Rivalin Renate Götschl zur großen Enttäuschung der österreichischen Fan´s durch einen Sturz ausschied, fuhr Cavagnoud mit Bestzeit schnurstracks zum Super G-Weltmeistertitel. Für sie ist die Saison 2000/2001 die bisher beste ihrer schon über 10-jährigen Weltcup-Geschichte. Schon letztes Jahr hatte sie sich im Super-G bemerkbar gemacht und lag in der Wertung letztlich auf Rang 3. In der Gesamtwertung zeigte sie mit einem 4. Platz, dass mit ihr in der kommenden Saison zu rechnen sein würde.

Verdiente Kristallkugel:
Die Französin aus La Clusaz hatte Ende der achtziger Jahre mehrere schwere Verletzungen an Schulter und Knie verkraften müssen. Die Kristallkugel ist nun die verdiente Bestätigung ihres Könnens und zeigt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört und mit ihr in der kommenden Weltcupsaison durchaus zu rechnen ist.