Beim letzten Weltcup-Super-G in Are kommt es am Freitag zum Showdown. „Speed-Queen“ Renate Götschl muss alles geben, um ihrer Kontrahentin Regine Carvagnoud, die mit 517 Punkten in Führung liegt, den Weltcup im Super-G noch streitig zu machen. Da sie mit 434 Punkten Zweitplatzierte ist, kann sie nur durch einen Sieg den Super-G endgültig für sich entscheiden. Aber selbst ein Sieg in dem Rennen von Are wird nicht ausreichen, es muss auch noch eine ganze Portion Glück hinzukommen. Denn selbst wenn die Speed-Queen Vollgas gibt, würde der Französin Carvagnoud schon ein 14ter Platz ausreichen, um die begehrte Super-G-Kristallkugel selbst in Empfang zu nehmen. Es ist kaum davon auszugehen, das sie sich diese Auszeichnung freiwillig nehmen lässt.

Kopf-an-Kopf-Rennen:
Die Zweikämpfe im Super-G zwischen Götschl und Cavagnoud ziehen sich durch die gesamte Weltcup-Saison. Mal hatte Renate die Nase vorn (Sieg in Lake Louise), mal Regine (Siege in Ennstal und Cortina).

Stop-and-go Saison für Götschl:
Renate Götschl hatte es wahrlich nicht leicht in dieser Saison. Sicher hatte sie sich die WM anders vorgestellt: In der ersten WM-Woche patzte die 25-jährige im Super-G und in der Kombination. In der zweiten Woche musste sie zudem noch ihren Weltmeistertitel in der Abfahrt an Teamkollegin Michaela Dorfmeister abtreten und wurde „nur“ Zweite. Dennoch: Im Weltcup hat Götschl eine konstante Saisonleistung vorzuweisen: Sie liegt in der Gesamtwertung mit 1157 Punkten an zweiter Stelle hinter Janica Kostelic. Diese hat zwar ihrerseits einen beachtliche Vorsprung herausgefahren und führt mit 1196 Punkten, dennoch ist der Griff nach dem Gesamt-Weltcup für Renate Götschl noch nicht ganz aussichtslos. Sollte der Super-G Weltcup-Pokal trotz eines Sieges an ihr vorbeigehen, könnte sich Renate also immer noch mit dem Gesamt-Weltcup trösten, wenn es ihr durch die 100 Super-G-Siegerpunkte gelingt, den Punkterückstand gegenüber Janica Kostelic aufzuholen.

Stop oder Go?
In jedem Fall werden sowohl Renate Götschl als auch Regine Cavagnoud im morgigen Super-G ihr Bestes geben - und darüber hinaus.